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    Luzern: Zwei neue Professuren zu Politik und Blockchain

    Universität Luzern
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    Die Universität Luzern beruft Juliana Chueri und Petter Törnberg. Sie treten ihre Stellen in Luzern und am Blockchain-Institut in Zug per 1. Januar 2027 an.

    Luzern
    Die beiden Neuberufenen: Assistenzprofessorin Juliana Chueri und Associate Professor Petter Törnberg. - zVg

    Die Universität Luzern hat Juliana Chueri und Petter Törnberg auf den Lehrstuhl in Politikwissenschaften und Blockchain berufen. Sie werden an der Universität und am extern getragenen «Zug Institute for Blockchain Research» (ZIBR) wirken.

    Juliana Chueri, geboren 1986, ist seit 2023 Assistenzprofessorin am Department of Political Science and Public Administration der Vrije Universiteit Amsterdam. Sie promovierte 2020 in Politikwissenschaft an der Universität Genf; darauf folgten eine Dozentur an der Universität Leiden und ein Postdoktorat am IDHEAP der Universität Lausanne. Ihre Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von vergleichender Politischer Ökonomie und Wohlfahrtsstaatsforschung und untersucht, wie Wohlfahrtsstaaten auf politischen und technologischen Wandel reagieren.

    Chueris Arbeit umfasst die Sozialstaatspolitik der populistischen radikalen Rechten, über digitale Plattformen vermittelte Arbeit, den durch KI vorangetriebenen Wandel des Arbeitsmarkts und Umverteilungskonflikte. Sie hat in führenden Fachzeitschriften publiziert, darunter «Perspectives on Politics», «West European Politics», «Political Studies», «Party Politics», «Journal of European Social Policy» und «The International Journal of Press/Politics». Juliana Chueri leitet ein mit einem ERC Starting Grant gefördertes Projekt zur Umverteilungspolitik im Zuge der KI-Revolution und ist zudem als Co-Projektleiterin bzw. Co-Antragstellerin an Projekten beteiligt, die vom Schweizerischen Nationalfonds und vom Schwedischen Forschungsrat gefördert werden.

    Petter Törnberg, geboren 1987, ist Associate Professor of Computational Social Science am Institute for Logic, Language and Computation (ILLC) der Universiteit van Amsterdam. Hier leitet er seit 2023 die AI, Culture & Society Research Unit. Er promovierte 2017 im Bereich Complex Systems an der Chalmers University of Technology in Göteborg und erwarb dort 2022 den akademischen Titel des Docent.

    Törnbergs Forschung verbindet computergestützte Methoden mit Sozialtheorie, um zu untersuchen, wie digitale Technologien Politik und Gesellschaft verändern, mit besonderem Fokus auf soziale Medien, Online-Plattformen, politische Polarisierung, Falschinformationen und künstliche Intelligenz. Er hat in führenden Fachzeitschriften publiziert, darunter «PNAS», «New Media & Society», «Big Data & Society», «Artificial Intelligence Review» und «The International Journal of Press/Politics», und ist Mitautor der bei Routledge erschienenen Monografien «Intimate Communities of Hate» und «Seeing Like a Platform». Petter Törnbergs Forschung wurde durch bedeutende kompetitive Fördermittel unterstützt, darunter Veni/Vidi-Förderungen des NWO als Projektleiter, schwedische sowie solche aus dem EU-Forschungsprogramm Horizon.

    Er ist Mitglied der De Jonge Akademie der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften (KNAW).

    Lehrstühle an vier Fakultäten anvisiert

    Beide wurden per 1. Januar 2027 an die Universität Luzern berufen. Es handelt sich um die zweite Tranche von Berufungen im Zusammenhang mit dem ZIBR, die mitgeteilt werden können. An der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät bestehen bereits die Lehrstühle für Philosophie (Patrik Hummel) und für Soziologie und Blockchain (Adam Hayes).

    Und an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät wurden Professuren für Energierecht (Max Baumgart), Öffentliches Recht (Markus Schreiber) sowie für Privatrecht und Blockchain (Claude Humbel) eingerichtet. Zurzeit sind Berufungsverfahren in Politischer Ökonomie, Gesundheitswissenschaften sowie in Psychologie und Blockchain am Laufen, die im Verlaufe des Jahres 2027 besetzt werden sollen. Somit werden dann die für die Aufbauphase des ZIBR anvisierten Lehrstühle in neun Bereichen an vier Fakultäten realisiert sein.

    Beim Zug Institute for Blockchain Research handelt es sich um ein in der Stadt Zug domiziliertes universitäres Institut mit externer Trägerschaft. Der Kanton Zug finanziert das ZIBR, das im Januar 2026 offiziell eröffnet wurde, während der fünfjährigen Aufbauphase mit 25 Millionen Franken. Darin ist unter anderem auch die Finanzierung der Lehrstühle enthalten.

    Im Fokus der am ZIBR getätigten Forschung stehen die weitreichenden Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf verschiedene Gesellschaftsbereiche. Ziel ist es, weltweit eines der führenden Institute für die interdisziplinäre Erforschung dieser Technologie zu werden. Die ZIBR-Professuren erbringen an der Universität Luzern auch Leistungen in der Lehre, womit das Knowhow auf diesem zukunftsweisenden Feld auch den Studierenden direkt zugutekommt.

    Kommentare

    User #4157 (nicht angemeldet)

    Scammer gon' scam

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