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Roboter-Fieber an der HSLU: Nachwuchs tüftelt um den Sieg

Hochschule Luzern
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Luzern,

119 Kinder und Jugendliche lösten am Campus Zug-Rotkreuz knifflige Aufgaben der World Robot Olympiad. Der Wettbewerb fördert spielerisch den MINT-Nachwuchs.

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Chiara Jorro vom Team Gamma Girls (rechts) bereitet zusammen mit Teamkollegin Johanna Heinecke ihren Roboter für den Wettbewerb vor. - Hochschule Luzern

Wie die Hochschule Luzern mitteilt, haben Insgesamt 119 Kinder und Jugendliche am Samstag auf dem Campus Zug-Rotkreuz der Hochschule Luzern an der «World Robot Olympiad» teilgenommen. Unter dem Motto «Robots Meet Culture» lösten ihre selbst gebauten Roboter Aufgaben rund um Festivals, historische Festungen und antike Mosaike.

Der Wettbewerb soll den Nachwuchs für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) begeistern.

Auf dem Campus Zug-Rotkreuz der Hochschule Luzern herrschte am Wochenende reges Treiben. Kinder und Jugendliche vertieften sich in die Welt der Robotik, indem sie an Lego-Konstruktionen bauten, tüftelten und codierten.

Robotik begeistert Mädchen und Jungen

Mit dabei war auch Frederik Hoop vom Team KSM – ALT + F4 aus Unterägeri. «Ich finde es spannend, die Aufgaben lösen zu müssen. Denn ich will später mal Maschinenbau studieren. Hier kann ich praktische Erfahrungen sammeln», sagte der 19-Jährige.

Auch sein Teamkollege Abhijith Nagamanimaran (19) aus Menzingen fühlte sich in Rotkreuz wohl. «Es herrscht eine gute Stimmung. Alle Teams feuern sich gegenseitig an, und jeder gönnt den anderen den Erfolg ihres Roboters. Das finde ich schön.»

Nicht nur Buben und junge Männer nahmen an der WRO teil. Auch zahlreiche Mädchen-Teams waren am Start. So etwa Chiara Jorro (10) vom Team Gamma Girls aus Ottenbach: «Roboter und Programmieren finde ich super.

Man gibt einen Befehl ein, und der Roboter führt ihn aus. Das fasziniert mich.» Ganze zwei Monate hat sie sich mit ihrer Teamkollegin Johanna Heinecke (11) auf den Wettbewerb vorbereitet.

Legosteine wurden zu Kulturgütern

Viel Übung brauchte es für die verschiedenen Stationen der «World Robot Olympiad» (WRO) tatsächlich. Denn die Aufgaben waren alles andere als einfach: Es galt, Mosaike präzise zu setzen, Türme zu reparieren oder eine Bühne logistisch für ein Konzert vorzubereiten.

Die bunten Kunststoffsteine waren für die jungen Talente dabei weit mehr als blosses Spielzeug: Sie wurden zu Kulturgütern, die es zu schützen, zu restaurieren oder in Szene zu setzen galt. Denn hinter dem diesjährigen WRO-Motto «Robots Meet Culture» stand die Frage: Wie kann Robotik dabei helfen, Kultur zu bewahren und neu erlebbar zu machen?

Insgesamt 48 Teams mit Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 19 Jahren reisten aus den Kantonen Luzern, Zug, Bern, Waadt und Zürich nach Rotkreuz. Damit zählt der Regionalwettbewerb zu den grössten der insgesamt neun Schweizer Austragungen.

Kreative Robotik-Aufgaben mit hohem Anspruch

In der jüngsten Alterskategorie galt es bei der Aufgabe «Robot Rockstar» einen mechanischen Helfer für ein Musikfestival zu bauen, der Instrumente, Notenblätter, Mikrofone und Kabel rechtzeitig zur Bühne bringen musste.

In der Junior-Kategorie «Heritage Heroes» schickten die Jugendlichen ihren Roboter in eine alte Festung, um Besucherinnen und Besucher zu führen, zerstörte Türme wieder aufzubauen und antike Artefakte vorsichtig in ein Museum zu transportieren. Und bei «Mosaic Masters» half der Roboter dabei, ein beschädigtes Mosaik zu restaurieren.

«Auch wenn dies ein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche ist, sind die Aufgaben alles andere als trivial. Ich bin seit Jahren dabei und staune jedes Mal aufs Neue, auf welchem Niveau die jungen Teams arbeiten», sagt Roland Christen, Dozent an der Hochschule Luzern und Organisator des Regionalwettbewerbs.

Lernen unter Zeitdruck und im Team

Zusätzlich zur eigentlichen Wettbewerbsaufgabe wurden die Teams am Morgen mit einer Überraschungsaufgabe konfrontiert. Innerhalb weniger Stunden mussten sie ihre Roboter umrüsten, neu programmieren und auf dem Spielfeld testen.

Dabei zählten nicht nur Improvisationstalent und technisches Wissen, sondern auch Kommunikation und Vertrauen ins eigene Team. «Im Kern geht es bei der WRO auch darum, Kreativität und Problemlösungsfähigkeit auf eine spielerische Art zu entwickeln», so Christen.

Die HSLU als MINT-Treiberin in der Zentralschweiz

Die Hochschule Luzern sieht in der WRO ein bedeutendes Instrument zur Nachwuchsförderung im MINT-Bereich. Robotik ist ein besonders zugänglicher Einstieg in technische Fragestellungen, weil sie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auf eine spielerische und greifbare Weise verbindet.

Der Regionalwettbewerb in Rotkreuz ist Teil eines weltweiten Netzwerks. Ausgerichtet wird er von der Hochschule Luzern und Roche Diagnostics International AG. Hauptsponsor ist die Gemeinde Risch, weiter unterstützen Wirtschaftsförderung Luzern und Komax als Partner sowie Faszination Technik als Sponsor. Die WRO findet in über 90 Ländern statt, mit jährlich über 70'000 Jugendlichen.

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