Sandra Bärnreuther übernimmt Professur für Ethnologie

Die Universität Luzern beruft Sandra Bärnreuther als Professorin für Ethnologie. Schwerpunkte ihrer Forschung bilden Gesundheit und Digitalisierung in Südasien.

Wie die Universität Luzern bekannt gibt, hat sie Ass.-Prof. Dr. Sandra Bärnreuther per 1. August zur ordentlichen Professorin für Ethnologie befördert. Ihre Forschung befasst sich mit Medizin- und Politikethnologie sowie Ethnologie der Digitalisierung und hat einen regionalen Schwerpunkt auf Südasien, insbesondere Indien.
Seit 2020 lehrt und forscht Sandra Bärnreuther als Assistenzprofessorin mit Tenure Track am Ethnologischen Seminar der Universität Luzern. Ihre Monografie «Substantial Relations: Making Global Reproductive Medicine in Postcolonial India» (Cornell University Press) beschäftigt sich mit Reproduktionsmedizin in Indien.
Derzeit erforscht sie die digitale Transformation des indischen Gesundheitssystems sowie – im Rahmen ihres aktuellen, vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Forschungsprojekts – die Rolle von «Big Data» in der Entwicklungszusammenarbeit in Indien und Kenia.
Comicprojekt zur Wissensvermittlung
Um diese Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, arbeitet Bärnreuther mit Künstlerinnen und Künstlern im indischen Kolkata an einem Comic, der im März 2027 beim Fumetto Comic Festival in Luzern ausgestellt wird.
Nach ihrem Studium der Sozial- und Kulturanthropologie an Universitäten in Deutschland, Indien und den USA promovierte Sandra Bärnreuther 2015 am Südasien-Institut der Universität Heidelberg. Sie lehrte in Heidelberg, an der Universität Chicago und der Universität Zürich.
Zudem war sie als Gastwissenschaftlerin an der Jawaharlal Nehru University in Neu-Delhi, der Universität Edinburgh, der Universität Oxford und dem Max-Planck-Institut in Halle tätig.





