Tagesschule wächst: Ausbau der Ausbildungsplätze geplant

Die Stadt Luzern will bis 2030 mehr Ausbildungsplätze schaffen, um Fachkräfte für die schulergänzende Betreuung nachhaltig zu fördern und zu sichern.

Wie die Stadt Luzern berichtet, wächst die Nachfrage nach schulergänzender Betreuung kontinuierlich und damit der Bedarf an sozialpädagogischen Fachkräften.
Um nachhaltig gut ausgebildete Fachpersonen für die Betreuung an der Volksschule Stadt Luzern zu gewinnen und zu halten, sind Nachwuchsförderung und Weiterbildungen des Betreuungspersonals unabdingbar. Der Stadtrat beantragt beim Grossen Stadtrat dazu einen Sonderkredit von 12,76 Millionen Franken.
Die Volksschule mit ihren Tagesstrukturen leisten einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie zur Chancengleichheit. Die Nachfrage nach Tagesbetreuungsplätzen ist in den letzten Jahren sehr stark angestiegen.
Zwischen 2014 und 2025 wurde das Platzangebot am Mittag verdreieinhalbfacht und die Ganztagesplätze mehr als verdoppelt. Aktuell nutzen in der Stadt Luzern 48 Prozent aller Kindergarten- und Primarschulkinder die Tagesstrukturen, was rund 2600 Schüler*innen entspricht. In den 13 Schulbetriebseinheiten betreuen rund 300 sozialpädagogische Mitarbeitende die Kinder.
Zunehmende Bedeutung
Das Betreuungspersonal in den Tagesstrukturen setzt sich zusammen aus pädagogischem Fachpersonal, Fachpersonen in Ausbildung, unterstützendem pädagogischen Assistenzpersonal sowie hauswirtschaftlichen Mitarbeitenden.
In der Tagesschule der Volksschule Stadt Luzern werden Lernende Fachmann/-frau Betreuung EFZ sowie Studierende der Sozialpädagogik/Kindheitspädagogik FH/HF ausgebildet. Mit dem wachsenden Betreuungsbedarf gewinnt die schulergänzende Betreuung weiter an Bedeutung.
Um dem Bildungs- und Betreuungsauftrag gerecht zu werden und um eine hohe Qualität sicherzustellen, sind qualifizierte Fachkräfte unverzichtbar. Sie bilden das Fundament für eine verlässliche und fördernde Betreuung der Luzerner Schulkinder.
Ausbildungsangebot ausbauen
Die Volksschule Stadt Luzern will mit gezielter Ausbildungstätigkeit systematisch in die eigene Nachwuchsförderung investieren. Ziel ist es, gut ausgebildete Fachpersonen für die Tagesschule zu gewinnen und zu halten.
Dazu sollen in allen Betreuungseinrichtungen mehr Ausbildungsplätze geschaffen werden, um Berufseinsteigenden vermehrt eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen. Die Volksschule will auch in die Weiterbildung der Mitarbeitenden investieren, um die Betreuungsqualität sicherzustellen.
Der Ausbau der Ausbildungsplätze wird bis 2030 geplant. Die Sicherstellung von ausreichend qualifizierten Fachkräften ist ein langfristiger Prozess, da Ausbildungen mehrere Jahre in Anspruch nehmen und die Absolvent*innen erst mit zeitlicher Verzögerung dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.
Nächste Schritte
Der Stadtrat beantragt dem Grossen Stadtrat für den etappierten Ausbau der Ausbildungsplätze in der schulergänzenden Betreuung der Stadt Luzern bis ins Jahr 2030 einen Sonderkredit von 12,76 Millionen Franken.
Der Bericht und Antrag 53/2025: «Ausbau Ausbildungsplätze in der schulergänzenden Betreuung» wird voraussichtlich am 29. Januar 2026 im Grossen Stadtrat behandelt.





