Freienbach mit deutlich höheren Steuereinnahmen

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March-Höfe,

Freienbach erzielt 2025 deutlich mehr Steuereinnahmen als budgetiert. Insgesamt verbessert sich das Ergebnis um 9,8 Millionen Franken.

Die Ortseinfahrtsstrasse der Gemeinde Freienbach.
Die Ortseinfahrtsstrasse der Gemeinde Freienbach. - Nau.ch / jpix.ch

Wie die Gemeinde Freienbach mitteilt, sind die Einnahmen der Steuern laufendes Jahr acht Prozent beziehungsweise 4,1 Millionen Franken höher als budgetiert. Auch bei den Steuern Vorjahre konnten 3,1 Millionen Franken mehr fakturiert werden.

Kapitalabfindungs- und Quellensteuern liegen mit 0,2 Millionen Franken leicht unter den Erwartungen, während für die Anrechnung ausländischer Quellensteuern 0,2 Millionen Franken mehr aufgewendet werden musste.

Die Senkung des Steuerfusses per 2025 konnte damit optimal aufgefangen werden. Die Steuereinnahmen zeigen sich weiterhin robust und lassen für die Zukunft Spielraum offen.

Minderaufwand beim Sach- und Personalaufwand

Der Gesamtaufwand der Erfolgsrechnung liegt mit 122,1 Millionen Franken um 4,5 Millionen Franken unter dem Budget. Nach Abzug des Aufwertungsgewinns ergibt sich aus ordentlichem Aufwand und Ertrag eine Besserstellung von 9,8 Millionen Franken.

Der gesamte Personalaufwand liegt um 1,5 Millionen Franken unter dem budgetierten Betrag. Die grössten Minderaufwände entfallen auf die Pflegezentren und den Bildungsbereich. Wie bereits in den Vorjahren war es insbesondere in diesen beiden Bereichen schwierig, offene Stellen zu besetzen.

Der Sachaufwand unterschreitet das Budget um 2,9 Millionen Franken. Die grösste Abweichung mit einem Minderaufwand von 1,7 Millionen Franken zeigt sich beim Mietaufwand, da aufgrund fehlender Mietobjekte nicht genügend Kapazitäten zur Unterbringung von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen bereitgestellt werden konnten.

Gleichzeitig fielen dadurch höhere Abgeltungszahlungen an den Kanton an, weil die Aufnahmequoten nicht erreicht wurden.

Nachtragskredite bei Investitionen

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 22 Millionen Franken investiert. Damit wurde das budgetierte Investitionsvolumen von 21,1 Millionen Franken leicht überschritten.

Die Mehrkosten betreffen die Gesamtsanierung und Aufstockung des Mehrzweckgebäudes Schwerzi (eine Million Franken) sowie den Neubau Werkhof Roggenacker (2,3 Millionen Franken).

Für beide Vorhaben sind Nachtragskredite notwendig. Gemäss der Kostenprognose von Anfang 2026 kann der Gesamtkreditrahmen, voraussichtlich eingehalten werden.

Im Bereich Tiefbau und Abwasser wurden die notwendigen Nachtragskredite bereits an der Gemeindeversammlung vom August 2025 eingeholt. Zudem beansprucht der Abwasserverband Höfe für seine verschiedenen Projekte zusätzliche Mittel, weshalb auch hier ein Nachtragskredit notwendig wird.

Spezialfinanzierung Feuerwehr mit Überschuss

Die Spezialfinanzierung der Feuerwehr schliesst mit einem Überschuss von 0,5 Millionen Franken ab. Die Reserve beträgt neu 2,4 Millionen Franken. Damit können zusätzliche Abschreibungen und Betriebskosten im Zusammenhang mit dem Ausbau und der Sanierung des Feuerwehrstützpunkts mittel- bis langfristig finanziert werden.

Das Defizit der Abwasserrechnung kann derzeit noch durch die Reserven gedeckt werden. Dank hoher Anschlussgebühren konnten die Abschreibungen spürbar gesenkt werden, was die Abwasserrechnung aktuell entlastet.

Vor dem Hintergrund des für 2026 erwarteten deutlich höheren Defizits werden die verbleibenden Reserven von 3,5 Millionen Franken jedoch voraussichtlich schnell aufgebraucht sein.

Die Pflegezentren konnten ihr Defizit gegenüber dem Vorjahr zwar erheblich senken, dennoch sind ihre Reserven inzwischen aufgebraucht und die Spezialfinanzierung weist eine Schuld gegenüber dem allgemeinen Haushalt aus. Auch das Abfallwesen bleibt defizitär, die Schulden haben sich in den vergangenen Jahren auf insgesamt 0,4 Millionen Franken erhöht. Entsprechende Massnahmen wurden eingeleitet.

Solide Finanzen

Die finanzielle Lage verbessert sich auch mit dem Rechnungsabschluss 2025 weiter. Die liquiden Mittel bleiben hoch und ermöglichen die Finanzierung künftiger Investitionen ohne neue Kreditaufnahmen.

Zusammen mit den Aufwertungsgewinnen steigt das Nettovermögen pro Einwohner auf über 10'000 Franken, wovon rund 8000 Franken in Finanzliegenschaften gebunden sind.

Der Selbstfinanzierungsgrad liegt im langjährigen Mittel über 100 Prozent.

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