Pilotprojekt «CARO» stärkt selbstbestimmtes Leben im Alter

Die Gemeinde Wollerau startet im Herbst mit den Höfner Nachbarn das Projekt «CARO». Mittels einfachster Tablets wird der soziale Kontakt im Alter gefördert.

Immer mehr ältere Menschen möchten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben, dort, wo ihr Leben stattgefunden hat und wo vertraute Wege und Erinnerungen zu Hause sind, berichtet die Gemeinde Wollerau.
Gleichzeitig wird der Alltag im Alter oft ruhiger, soziale Kontakte nehmen ab und Einsamkeit kann schleichend entstehen. Mit dem Projekt «CARO» setzen die drei Gemeinden gemeinsam ein Zeichen und machen deutlich, dass jeder Kontakt zählt.
Viele ältere Menschen in der Region wünschen sich, selbstbestimmt in ihrer gewohnten Umgebung zu leben und ihren Alltag eigenständig zu gestalten. Mit zunehmendem Alter werden jedoch selbst einfache Aufgaben manchmal zur Herausforderung, sei es der Einkauf, ein Arzttermin oder ein Gespräch.
Oft fehlt dabei etwas, das sich nicht messen lässt, aber eine grosse Bedeutung hat: ein Mensch, der zuhört, unterstützt oder einfach kurz da ist.
Neue Formen der Verbindung im Alltag
Mit «CARO» entstehen genau solche Verbindungen neu zwischen Menschen, die Unterstützung brauchen, und Personen aus der Region, die ihre Zeit und Hilfe anbieten möchten. Die eingesetzte notwendige Technologie dazu – einfachste Tablets – sind Mittel zum Zweck, und bieten eine stabile, visuelle Kommunikation zwischen den Menschen.
Der Zugang ist bewusst einfach gehalten. Hilfe kann unkompliziert per Knopfdruck auf dem Tablet angefragt oder ein Gespräch angestossen werden. Im Hintergrund sorgt ein unterstützendes System dafür, dass Anliegen schnell und ohne Umwege an die richtigen Stellen gelangen.
Auch die freiwillig Engagierten werden begleitet. Sie erhalten Orientierung sowie Hinweise zu lokalen Angeboten und Anlaufstellen, damit sie im richtigen Moment sicher und gut informiert handeln können. So entsteht auf beiden Seiten Vertrauen.
Einsamkeit: Jeder Kontakt zählt
Einsamkeit im Alter ist mehr als ein leises Gefühl. Sie kann sich auf Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität auswirken. Studien zeigen, dass soziale Kontakte und regelmässige Begegnungen wesentlich dazu beitragen, länger aktiv und selbstbestimmt zu bleiben.
Gleichzeitig ist vielen älteren Menschen nicht immer bekannt, welche Unterstützungs- und Freizeitangebote in ihrer Nähe bestehen. Genau hier setzt «CARO» an. Das Projekt macht bestehende Angebote sichtbarer und bringt sie näher an den Alltag der Menschen.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Die Höfner Gemeinden Feusisberg, Freienbach und Wollerau sowie auch der Bezirk Höfe begleiten die Pilotphase aktiv und möchten neue Wege erproben, wie ältere Menschen besser erreicht und begleitet werden können.
Im Zentrum steht dabei nicht ein System, sondern das Miteinander in der Region. Nachbarschaft, Vertrauen und die Bereitschaft, Zeit zu schenken, bilden die Grundlage des Projekts.
Teil davon werden
Die Pilotphase von «CARO» startet im vierten Quartal 2026 in der Region Höfe. Bereits jetzt können sich alle Interessierten anmelden – Menschen, die Unterstützung suchen, ebenso wie jene, die Zeit schenken möchten.
Für die erste Pilotphase steht nur eine begrenzte Anzahl Plätze zur Verfügung. Alle weiteren Anmeldungen bleiben jedoch Teil des Projekts und werden laufend über neue Möglichkeiten und Entwicklungen informiert.






