FC Einsiedeln misslingt der Auftakt in die Rückrunde

Der FC Einsiedeln verliert den Rückrundenstart auf dem Rappenmöösli gegen den FC Regensdorf mit 0:3 und zahlt für viele Fehler im Spielaufbau einen hohen Preis.

Wie der FC Einsiedeln schreibt, rollt der Ball nun auch wieder in der zweiten Liga. Punkte hat es für den FC Einsiedlen aber noch keine gegeben. Der Favorit aus Regensdorf gab sich diesmal keine Blösse und gewann auf dem Rappenmöösli gegen einen fehlerhaften FCE diskussionslos 3:0.
Wie in einem Schneesturm musste sich auch der FCE in den ersten fünf Minuten vorgekommen sein. Anstelle von Schneeflocken waren es allerdings die Spieler von Regensdorf, welche den Gastgebern um die Ohren sausten. Einsiedeln musste eine regelrechte Druckwelle des Gegners über sich ergehen lassen.
Regensdorf presste den FCE regelrecht in dessen Strafraum. Mit vereinten Kräften und einer Glanzparade von Torhüter Nützel hielt die Festung dem Ansturm stand, das Tor durch Asani aber dann halt doch die logische Folge der zürcherischen Angriffslust.
Genau dieses Szenario wollte Trainer Corrado mit seiner gewählten Aufstellung verhindern. Borner als einziger Stürmer agierte eigentlich als erster Verteidiger vor einem personell verstärkten zentralen Mittelfeld, in dem Captain Schönbächler den defensivsten Part vor der Viererabwehrkette interpretierte. Nach der Führung schalteten die Gäste bald einmal einen Gang zurück, so dass auch der FCE zu seiner ersten nennenswerten Offensivkreation kam.
Einsiedeln hält mit, Regensdorf bleibt effizient
Das Angriffsheil suchte man hauptsächlich über die linke Seite, welche in einigen Aktionen andeutete, dass der FCE durchaus gewillt war, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Es brauchte dann aber die Unsicherheit des gegnerischen Torhüters Da Silva, um auch gefährlich zum Abschluss zu kommen.
Ab der zweiten Viertelstunde lieferten sich die beiden Teams ein Spiel auf Augenhöhe. Just als sich diese dem Ende neigte, schlugen die Zürcher ein zweites Mal zu. Auch diesmal konnte man nicht von Zufall sprechen, denn es war der bislang auffälligste offensive Akteur auf dem Platz, der den zweiten Treffer für den FC Regensdorf markierte.
Anthony Gullo entpuppte sich als steter Gefahrenherd, oft zur rechten Zeit am rechten Ort. Und wieder resultierte das Score aus einer Druckphase der Gäste, auch wenn diese vor dem Treffer in der 29. Minute etwas weniger heftig war.
Beste Chance vor der Pause vergeben
Ein erstes Fazit konnte zu diesem Zeitpunkt bereits gezogen werden: Im Spielaufbau agierte Rotschwarz zu fehlerhaft. Man leistete sich zu viele Fehlzuspiele, die den FCE zu mühsamer Laufarbeit zwang oder gar gefährliche Konterchancen einleiteten.
In der Schlussphase der ersten Halbzeit zwangen die Einsiedler den Gegner zu einer Rückgabe zu Torhüer Da Silva, der den Ball regelwidrig in die Hand nahm, was zu einem Freistoss auf der Fünferlinie führte.
Leandro Albert spedierte den zurückgelegten Ball aber über die Latte. Die grösste Einsiedler Chance in diesem Spiel. Nur vier Minuten später scheiterte Michi Nützel aus aussichtsreicher Position. Nun hatte auch der FCE seine kurze aber leider erfolglose Druckphase.
Einbruch nach der Pause
Trotz überzeugendem Start in die zweite Halbzeit blieben klare Chancen für Einsiedeln aus. Und in der 57. Minute war dann endgültig Lichterlöschen. Torhüter Nützels weiter Ball landete wie so oft beim Gegner, der sich bis auf die rechte Seite des Tores kombinierte und mit einem finalen Querpass Asani bediente, der den Ball nur noch über die Torlinie schieben musste.
Nach diesem Treffer hätte der Schiedsrichter die Partie eigentlich abpfeifen können. Erstens lief auf dem Rappenmöösli-Kunststoff nicht mehr viel, zweitens lud die Aussentemperatur eher zum Glühweintrunk am Weihnachtsmarkt ein, denn zu einem bereits gelaufenen Fussballspiel.
Die Einwechlsung von Maxim Riedi war dann aber doch noch so etwas wie die Entschädigung für den fehlenden Glühwein. Sein Offensivdrang und sein Durchsetzungsvermögen brachten zwar auch keine Punkte mehr, erwärmten aber zumindest noch das eine oder andere Zuschauerherz.
Das positive am Auftritt gegen Regensdorf ist, dass bereits einige Lehren für den nächsten Heimauftritt gezogen werden können. Mit dem FC Unterstrass wird dann ein Gegner von ähnlichem Kaliber auf dem Rappenmöösli gastieren. Ob dann überhaupt gespielt werden kann? Treffen die aktuellen Wetterprognosen für das nächste Weekend ein, könnten die Bolzbergschneefelder nicht die einzigen bleiben.






