Titlis-Bahnen verzichteten vor Gondelabsturz auf eine Nachrüstung

Jetzt wird bekannt: Vor dem tödlichen Unfall am Titlis verzichteten die Titlis-Bahnen auf eine des Herstellers Garaventa angebotene Sicherheitsnachrüstung.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Titlis-Bahnen verzichteten auf eine Sicherheitsnachrüstung.
- Hersteller hatte eine Nachrüstung nach einem Vorfall angeboten.
- Der CEO sagt, die Aufforderung sei nicht zwingend gewesen.
Vor dem tödlichen Unfall am Titlis hat die Betreiberin auf eine von der Seilbahnherstellerin angebotene technische Nachrüstung verzichtet.
Diese hatte die Herstellerin nach einem Absturz einer leeren Gondel in der Mythenregion im Jahr 2019 angeboten.
Norbert Patt, CEO der Titlis-Bahnen, bestätigte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht der «Sonntagszeitung». Die Seilbahnherstellerin Garaventa habe ihre Kunden im Jahr 2022 über die Möglichkeit einer Nachrüstung informiert.
«Keine zwingende Aufforderung»
Die Titlis-Bahnen hätten jedoch kein Angebot für eine Umrüstung eingeholt. Konkret wäre ein Aufsatz an der Klemme vorgesehen gewesen, der die Gondeln am Seil festhält.
«Es war jedoch keine zwingende sicherheitsrelevante Aufforderung zur Nachrüstung», sagte Patt zu Keystone-SDA. «Ich kann Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, was der Grund war, dass wir auf die Einholung eines Angebotes im Jahr 2022 verzichteten haben», so Patt weiter.
Die Informationen der Herstellerin hätten aber keinen Bezug zu einem Unfall enthalten.












