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FC Einsiedeln verspielt grosse Chance

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Der FC Einsiedeln verliert gegen FC Urdorf mit 3:6 und liefert im Abstiegskampf einen Auftritt ab, der wenig Hoffnung macht.

FC Einsiedeln
Der FC Einsiedeln ist ein Fussballclub in Einsiedeln im Kanton Schwyz. Der Sportplatz Rappenmöösli ist die Heimspielstätte des Vereins. - Grafik Nau.ch

Wie der FC Einsiedeln mitteilt, war alles angerichtet. Letztes Heimspiel, prächtiges Wetter, Ehrungen und Verabschiedungen scheidender Spieler (Fabian Langhart, Dominik Schiendorfer), Eskort-Kids und eine Forfaitniederlage für den direkten Abstiegskonkurrenten YF Juventus aufgrund von falsch eingesetzten Spielern. Letzteres brachte den FCE zwei Runden vor Schluss sogar wieder auf die Pole-Position um den letzten Platz an der 2. Liga-Sonne.

Steilvorlage bleibt ungenutzt

Gekommen ist es anders, in etwa so wie früher bei Happy Day mit Röbi Koller, der jeweils der gezogenen Person per Koffer eine Million Franken vorbeibrachte, mit der entscheidenden Ausnahme, dass im Fall des FCE das gewonnene Geld dankend abgelehnt wurde, oder die verbesserte Ausgangslage eben nicht genutzt werden konnte.

In den 90 Minuten gegen den FC Urdorf deutete nur ganz selten etwas darauf hin, dass der FCE gewillt war, aus dem vergangenen Samstagabend seinen persönlichen Happy Day zu machen. Dazu hätte es Teamspirit, eine überzeugende Körpersprache, Entschlossenheit, die nötige Cleverness und gegenseitige Inspiration gebraucht. Dies vermisste man jedoch so ziemlich alles.

Trotzdem schaffte man es immerhin, drei Tore zu schiessen (Jan Auf der Maur 62., Jordan Lakasi 80., Timo Steiner 93.) und war nach Lakasis Anschlusstreffer in der 80. Minute zum 2:3 drauf und dran, noch etwas Zählbares aus einer verkorksten Partie mitzunehmen. In den nächsten sieben Minuten machte Urdorf diese Hoffnungen aber brutal zunichte.

Einsiedeln wurde nach Strich und Faden ausgekontert. Zweimal Sommer (82./86.) und einmal Baumann (83.) liessen das Kartenhaus FCE endgültig einstürzen. Severin Sommer hatte zuvor schon zweimal getroffen (55., 59.) und avancierte mit seinem Viererpack zum Mann des Spiels.

Viele Fragen nach dem Einbruch

Es war sicher nicht alles schlecht. Wenn aber ein Team nur hin und wieder andeutet, dass es in der aktuellen Liga am richtigen Ort ist, reicht es am Ende dann halt vielleicht nicht. Was mit dem FCE in der Winterpause passiert ist, lässt viel Raum für Spekulationen.

Fakt ist, dass sich die Mannschaft in der Vorrunde etwas aufgebaut hat, dass sie im neuen Jahr sang- und klanglos aus den Händen gab. Ob nun in der letzten Runde der Ligaerhalt mit Ach und Krach noch erreicht werden kann, spielt im Prinzip keine Rolle mehr.

Eine saubere Evaluation wird hoffentlich die nötigen Antworten ans Licht bringen, um den Fanion-Dampfer wieder auf Kurs zu bringen.

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