Kanton Schwyz: Polizei warnt vor Würgespielen – mehrere Vorfälle

Im Kanton Schwyz sind mehrere Vorfälle mit sogenannten «Choking Challenges» bekannt. Die Kantonspolizei warnt Kinder, Jugendliche und Eltern vor den Gefahren.

Die Kantonspolizei Schwyz warnt vor sogenannten «Choking Challenges», «Blackout Challenges» oder Würgespielen, die unter Kindern und Jugendlichen kursieren können. Im Kanton Schwyz sind mehrere Vorfälle bekannt. Die Kantonspolizei Schwyz nimmt die aktuellen Vorfälle zum Anlass, Kinder, Jugendliche, Eltern und weitere Bezugspersonen auf die erheblichen Gefahren solcher «Challenges» aufmerksam zu machen.
Würgen kann lebensgefährlich sein!
Bei der sogenannten «Choking Challenge» wird die Sauerstoffversorgung des Gehirns durch Würgen oder Druck auf den Hals beeinträchtigt. Meist geht es darum, einen kurzen «Kick» oder eine Bewusstlosigkeit herbeizuführen. Was von Jugendlichen möglicherweise als Mutprobe oder Spass verstanden wird, kann jedoch innert kürzester Zeit zu einer lebensgefährlichen Situation führen.
Durch das Würgen können wichtige Blutgefässe und die Atemwege verletzt werden. Eine Bewusstlosigkeit kann dazu führen, dass das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass eine betroffene Person unkontrolliert stürzt und sich dabei schwer verletzt.
Die Folgen können bleibende gesundheitliche Schäden oder im schlimmsten Fall der Tod sein.
Die Kantonspolizei Schwyz rät deshalb dringend: Nicht mitmachen und andere nicht würgen – auch nicht zum Spass.
Eltern und andere Bezugspersonen können wesentlich dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche die Gefahren solcher Trends erkennen. Die Kantonspolizei Schwyz empfiehlt:
Sprechen Sie mit Ihrem Kind über gefährliche Challenges und Internettrends. Fragen Sie nach, welche Trends aktuell in der Klasse oder im Freundeskreis kursieren.
Machen Sie klar: Würgen ist kein Spiel. Auch wenn alle Beteiligten scheinbar einverstanden sind, kann die Situation ausser Kontrolle geraten.
Stärken Sie Ihr Kind darin, «Nein» zu sagen. Niemand muss bei einer Challenge mitmachen, um dazuzugehören.
Achten Sie auf Veränderungen. Verletzungen am Hals, ungewöhnliche Hämatome oder Aussagen über Würgespiele sollten ernst genommen und angesprochen werden.
Sprechen Sie auch darüber, was zu tun ist, wenn andere Jugendliche mitmachen. Weggehen, Hilfe holen und eine erwachsene Vertrauensperson informieren, kann Leben retten.
Bei einer akuten Gefahr gilt: sofort handeln und den Notruf 144 oder die Polizei über 117 alarmieren.
Hinschauen statt mitmachen
Kinder und Jugendliche begegnen auf Social Media immer wieder neuen Challenges. Nicht jede Challenge ist gefährlich, manche können jedoch erhebliche Risiken bergen. Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche lernen, gefährliche Inhalte zu erkennen und sich dem Gruppendruck zu widersetzen.
Die Kantonspolizei Schwyz appelliert deshalb an Kinder und Jugendliche: Lasst euch nicht zu gefährlichen Mutproben überreden. Sagt nein und schaut hin, wenn andere gefährdet werden, und holt Hilfe.
Die laufenden strafrechtlichen Abklärungen werden durch die 5. Abteilung der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz (Jugendstrafsachen) geführt.






