Stadthalle soll umfassend saniert werden

Die Stadthalle in Sursee wird nach fast 40 Jahren grundlegend erneuert: Barrierefrei, energieeffizient und funktional, mit grosser Unterstützung des Kantons.

Wie die Stadt Sursee berichtet, ist die Stadthalle eine Schlüsselinfrastruktur für die Stadt und Region Sursee. Neben Schul- und Vereinssport finden dort sowohl regionale wie auch nationale und internationale Sportanlässe, Konzerte und Messen statt.
Nach fast 40 Jahren intensiver Nutzung soll sie umfassend erneuert werden. An den Kosten beteiligt sich der Kanton mit rund zwei Dritteln. Die Stadthalle ist eine der wichtigsten öffentlichen Infrastrukturen der Stadt und der Region Sursee.
Sie bietet Platz für bis zu 3200 Personen und ist fast ganzjährig ausgebucht. Volks- und Kantonsschulen, Vereine sowie private Sport- und Kulturveranstalter aus der ganzen Schweiz nutzen die Halle regelmässig.
Dringende Sanierung für Sicherheit und Barrierefreiheit
In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Erneuerungen und Anpassungen vorgenommen, bei der Gesamtinfrastruktur besteht jedoch nach fast 40 Jahren dringender Sanierungs- und Erneuerungsbedarf.
Bezüglich Barrierefreiheit, Sicherheit und Energieeffizienz entspricht die Stadthalle nicht mehr den heutigen Anforderungen und Normen. In den vergangenen Jahren konnten Mängel nur noch mit Provisorien behoben werden. Ersatzteile sind teils nicht mehr erhältlich. Die Stadthalle soll darum in den nächsten Jahren gesamtsaniert werden.
Erneuert werden unter anderem die Gebäudehülle, die Haustechnik, die Beleuchtung, die Sanitäranlagen sowie sicherheitsrelevante Einrichtungen. Zudem wird die Halle hindernisfrei zugänglich.
Effizienz und Werterhalt im Fokus
Der Stadt ist es wichtig, diese städtische Schlüsselinfrastruktur auf das Notwendige ausgerichtet zu erneuern und den Fokus auf Werterhalt, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit zu legen. Ziel ist es, die Stadthalle langfristig sicher, nachhaltig und betrieblich effizient zu betreiben.
Mit der Sanierung lassen sich beispielsweise gemäss ersten Berechnungen die Heizkosten um rund 56 Prozent und die Stromkosten um rund 60 Prozent senken. Das entspricht Einsparungen von über 100’000 Franken pro Jahr. Auch die Betriebsabläufe sollen künftig einfacher und effizienter werden, was zusätzlich Betriebskosten reduziert.
Kanton beteiligt sich mit zwei Dritteln an den Kosten
Die Stadthalle ist Teil des kantonalen Sportanlagenkonzepts und gilt als polysportive Sporthalle von nationaler Bedeutung. Deshalb und insbesondere wegen der hohen Nutzung durch die Kantons- und Berufsschulen beteiligt sich der Kanton Luzern an der Sanierung.
Die Gesamtkosten belaufen sich gemäss Vorprojekt auf rund 17,1 Millionen Franken. Der Kanton übernimmt zwei Drittel der sportrelevanten Kosten, das sind rund 9,8 Millionen Franken. Den restlichen Betrag trägt die Stadt Sursee.
Davon entfallen rund 4,9 Millionen Franken auf den Sportbetrieb und 2,4 Millionen Franken auf weitere Sanierungsmassnahmen für den Veranstaltungsbetrieb.
Baustart im Jahr 2029
Der Sonderkredit soll voraussichtlich im Herbst 2026 der Surseer Stimmbevölkerung vorgelegt werden. Die Bauarbeiten sind für die Jahre 2029 bis 2030 geplant. Während der Bauzeit bleibt die Stadthalle für rund ein Jahr geschlossen. Für den Vereins- und Schulsport werden rechtzeitig geeignete Ersatzlösungen geprüft.
Mit der Sanierung stellt die Stadt Sursee den langfristigen Erhalt einer zentralen Infrastruktur für Sport, Kultur und gesellschaftliches Leben sicher. Die Stadthalle bleibt damit auch in Zukunft ein wichtiger Treffpunkt für die Bevölkerung und ein bedeutender Veranstaltungsort für die Stadt, die Region und den ganzen Kanton Luzern.
Sie leistet mit den zahlreichen Veranstaltungen zudem einen wichtigen Beitrag für die regionale Wertschöpfung in Gastronomie, Hotellerie und Gewerbe.






