PFAS-Belastung in Zug kostet Millionen

In Zug wurden bei Bauarbeiten stark belastete Böden entdeckt. Die Sanierung kostet rund zehn Millionen Franken, weitere Standorte sind betroffen.

Wie die Stadt Zug mitteilt, wurden auf dem Areal an der Aa im Bereich der alten Kläranlage im Rahmen von Aushubarbeiten für das neue Betriebsgebäude der ZVB erhebliche PFAS-Mengen im Boden festgestellt. Die Belastungen sind primär auf PFAS-lastigen Löschschaum der Feuerwehr, die das Gelände bis in die 80er-Jahre als Übungsplatz genutzt hat, zurückzuführen.
Im Jahr 2025 ging das ehemals städtische Grundstück an den Kanton Zug über. Im Austausch dafür erhielt die Stadt Zug das Gaswerk-Areal. Für die Sanierung von Altlasten sind auf beiden Grundstücken die jeweiligen Vorbesitzer zuständig.
Die Sanierung und die Entsorgung von PFAS-belasteten Böden ist mit einem hohen Aufwand an Ressourcen und Energie verbunden. Entsprechend kostenintensiv sind Sanierungsmassnahmen im Bereich der alten Kläranlage. Es muss mit Kosten von rund zehn Millionen Franken gerechnet werden.
Die Aufwendungen werden vorerst über die Rückstellungen finanziert, die die Stadt Zug im Jahr 2023 für PFAS-Sanierungen in der Höhe von 22 Millionen Franken gebildet hat. Die Stadt Zug wird jedoch prüfen, ob die Sanierungskosten durch übergeordnete Stellen abzugelten sind.
PFAS-Belastung an Feuerwehrstandorten im Fokus
Bei per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) handelt es sich um eine Gruppe von mehreren tausend synthetischen Industriechemikalien. PFAS sind in der Umwelt nahezu nicht abbaubar und werden daher auch als «Ewigkeitschemikalien» bezeichnet.
Sie stellen ein Risiko für die Gesundheit und die Umwelt dar. Wegen ihrer speziellen Stoffeigenschaften werden PFAS in zahlreichen Anwendungen und Produkten eingesetzt: beispielsweise für Antihaftbeschichtungen von Koch- und Backutensilien, fett- und wasserabweisende Textilien, beschichtete Papieren oder Pestiziden.
In der Vergangenheit haben auch Feuerlöschmittel PFAS enthalten. Deshalb ist auf Übungsplätzen von Feuerwehren von einer hohen Belastung auszugehen.
In der Stadt Zug betrifft dies neben der Alten Kläranlage auch das Feuerwehr- und Werkhof-Areal an der Göblistrasse. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Zug FFZ ist seit 2025 kein PFAS-haltiger Löschschaum mehr im Einsatz.






