Stadt Luzern

Vorher nur PET-Flasche: Band Hecht jubelt über WC im Bandraum

Gerry Reinhardt
Gerry Reinhardt

Luzern,

Hecht gewann am Wochenende den Prix Walo. In der Dankesrede feierte die Band aber auch ihr neues WC im Proberaum. Die PET-Flaschen-Lösung ist vorbei.

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Die Band Hecht bekommt einen Prix Walo. Frontmann Stefan Buck nutzt die Gelegenheit, das Publikum über das neue WC im Bandraum zu informieren. - SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Hecht sprach am Prix Walo über den eigenen Proberaum.
  • Die Band hat dort offenbar erst seit kurzem eine Toilette.
  • Vorher halfen sich die Musiker mit PET-Flaschen aus.

«Wir haben zum ersten Mal ein WC im Proberaum!» Hecht-Frontmann Stefan Buck (45) sorgte am Prix Walo mit einem Satz für Lacher.

Die Mundartband Hecht wurde an der Verleihung als beste Band Pop/Rock ausgezeichnet. In Erinnerung blieb aber nicht nur der Preis, sondern auch Bucks bodenständige Dankesrede.

Band Hecht
«Wir haben jetzt ein WC im Bandraum!», Hecht-Sänger Stefan Buck überrascht am Prix Walo alle. - keystone

Als der Sänger das neue WC im Proberaum erwähnte, reagierte der Saal sofort. Es gab Applaus und Gelächter.

Hecht musste sich mit PET-Flaschen helfen

Denn vorher war die Situation offenbar deutlich weniger komfortabel. Laut Buck behalfen sich die Musiker während Jahren mit PET-Flaschen im Bandraum.

Das führte später zu kuriosen Momenten im Alltag. Wenn Buck mit einer leeren PET-Flasche in Richtung Proberaum unterwegs war, wurde er im ÖV offenbar auch mal darauf angesprochen.

Die Frage lag nahe: Warum nimmt man eine leere PET-Flasche mit in den Bandraum?

Buck erzählte die Geschichte mit einem Augenzwinkern. Gleichzeitig passte sie erstaunlich gut zu Hecht. Die Band ist gross geworden, ohne den Proberaum-Humor zu verlieren.

Von Hochdorf nach Zürich

Hecht kommt aus dem Luzerner Seetal. Stefan Buck und Gitarrist Christoph Schröter kennen sich seit ihrer Jugend. Später wurde aus den frühen Bandjahren die Mundartband, die heute zu den bekanntesten Liveacts der Schweiz gehört.

Der Kontrast ist gross. Hecht spielt längst im Zürcher Hallenstadion und tritt vor Zehntausenden Menschen auf. Trotzdem drehte sich die Dankesrede am Prix Walo plötzlich um ein WC im Proberaum.

Ärger um Song «Mon Amour»

Für die Band war es zuletzt nicht nur wegen des Prix Walo turbulent. Hecht wehrte sich kürzlich öffentlich gegen eine nicht autorisierte Version ihres Songs «Mon Amour».

Drei Influencer hatten den Mundart-Hit ins Deutsche übersetzt und als eigene Version veröffentlicht. Hecht kritisierten danach vor allem, dass die Band vorher nicht gefragt worden sei.

Frontmann Stefan Buck erklärte auf Instagram, eine Übersetzung von Mundart auf Deutsch sei eine Bearbeitung. Dafür brauche es die Zustimmung der Urheber.

Eine von Nau.ch angefragte Kanzlei schätzte die Lage klar ein: Hecht sei als Urheberin des Originals im Recht. Ob die Band rechtliche Schritte einleitet, ist bisher offen.

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