Obwalden

Gondel-Absturz: VR-Präsident verspricht Rückkehr zur Normalität

Matthias Bärlocher
Matthias Bärlocher

Obwalden,

Hans Wicki, Verwaltungsratspräsident der Titlis Bergbahnen, ist schockiert: Man habe alles für die Sicherheit getan.

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Hans Wicki, Verwaltungsratspräsident der Titlis Bergbahnen und FDP-Ständerat, nimmt gegenüber Nau.ch Stellung zum Gondelbahn-Unglück. - Nau.ch/Matthias Bärlocher

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Gondel-Absturz ist der VR-Präsident der Titlis Bergbahnen schockiert.
  • Einerseits über den Unfall, andererseits, weil man alles für die Sicherheit getan habe.
  • Die betroffene Gondelbahn Titlis Xpress soll wieder laufen, sobald sie freigeben wird.

Auch am Tag nach dem Absturz einer Gondel ist der Verwaltungsratspräsident der Titlis Bergbahnen, Ständerat Hans Wicki, immer noch perplex. Zwar müsse man sich bewusst sein: «Man ist auf der Welt und die Welt ist kein Ponyhof, es kann immer etwas passieren.»

«Investieren viel Geld und viel Zeit in die Sicherheit»

Nun sei es trotzdem passiert, etwas, was eigentlich gar nicht passieren darf: «Das ist schockierend, ja.» Es bleibe nur, das Bedauern auszudrücken gegenüber dem, was passiert ist, gegenüber der Familie, die vom Todesfall betroffen ist.

Schockiert ist Wicki auch im Wissen, dass die Titlis Bergbahnen alles machten, damit die Sicherheit gewährleistet sei. «Wir investieren viel Geld und viel Zeit in die Sicherheit der Unternehmung. Wir bilden die Mitarbeiter sehr gut aus, auch im Bereich Sicherheit, nicht nur der Technik.»

Titlis Xpress wohl bald wieder in Betrieb

Nun gelte es, den Weg wieder zurück zur Normalität zu finden, betont Wicki. Dank redundanter Systeme könne man im Moment ausweichen, solange die betroffene Gondelbahn Titlis Xpress noch untersucht werde.

Als Ersatz für die Gäste wird eine Luftseilbahn zwischen Trübsee und Engelberg-Stand betrieben, um den Transport sicherzustellen.

titlis seilbahn unglück
Der Titlis Xpress bleibt auch heute, am Tag nach dem tragischen Unglück, geschlossen. - titlis.ch

Wenn die Titlis Xpress freigegeben werde, gehe man davon aus, dass keine möglichen Probleme mehr bestünden. «Dann kann man diese auch in Betrieb nehmen. Heute läuft diese nicht.»

Vom Seilbahnbauer werde noch untersucht, ob es durch den Unfall irgendwelche Schäden gegeben habe, so Wicki. Auch die SUST, die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle, nehme immer noch Daten auf. «Damit sie danach eine gute Untersuchung machen und die richtigen Analysen und Ergebnisse kommunizieren können.»

«Branche braucht gute Kommunikation»

Hans Wicki amtiert auch als Präsident von Seilbahnen Schweiz. Über den gestrige Unfall haben auch ausländische Medien berichtet. Befürchtet er nicht einen Image-Schaden und ein Ausbleiben der Gäste?

Davon gehe er nicht aus, sagt Wicki. «Sonst würden sie ja auch nicht mehr fliegen. Es sind schliesslich auch schon Flugzeuge abgestürzt und trotzdem fliegen Touristen noch in der Welt herum.»

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Nach dem tödlichen Seilbahnunfall in Engelberg hat sich der CEO der Titlis-Bergbahnen (l.) tief betroffen gezeigt. - Nau.ch/Nico leuthold

Aber es brauche jetzt von der Branche eine gute Kommunikation, dass Seilbahnen immer noch sicher seien. «Und dass wir alles tun, damit die Sicherheit hoch ist.»

Geopolitisch habe man heute ein anderes Problem, gibt Wicki zu bedenken. «Heute fliegen sie nicht, weil sie nicht über Kriegsgebiet fliegen können und sehr viele Flüge gestrichen sind. Wir müssen jetzt erst einmal schauen, dass die Leute überhaupt nach Europa und in die Schweiz kommen.»

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