Stadt Luzern

Guido Graf weist Anschuldigungen zurück

Keystone-SDA Regional
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Luzern,

Der Luzerner alt Regierungsrat Guido Graf (Mitte) hat die gegen ihn als früheren Verwaltungsratspräsidenten des Sozialversicherungszentrum WAS erhobenen Vorwürfe «mit Nachdruck» von sich gewiesen. Die Strafanzeige gegen ihn sei befremdlich.

Der heute 67-jährige Guido Graf, der von 2010 bis 2023 Regierungsrat des Kantons Luzern war, sieht sich mit happigen Vorwürfen konfrontiert. (Archivaufnahme)
Der heute 67-jährige Guido Graf, der von 2010 bis 2023 Regierungsrat des Kantons Luzern war, sieht sich mit happigen Vorwürfen konfrontiert. (Archivaufnahme) - KEYSTONE/URS FLUEELER

Dies sagte Graf in einem Interview mit dem Regionaljournal Zentralschweiz. SRF hat das schriftlich geführte Gespräch am Donnerstag auf seiner Homepage aufgeschaltet.

Der frühere Gesundheits- und Sozialdirektor des Kantons Luzern hatte Ende Februar per sofort sein Amt als Verwaltungsratspräsidenten des Sozialversicherungszentrums abgegeben. Er hatte das Amt seit dessen Gründung 2019 inne. Damals war Graf noch Regierungsrat.

Die kantonale Finanzkontrolle wirft Graf vor, ungerechtfertigte Entschädigungen bezogen zu haben. Zudem reichte die Aufsichts- und Kontrollkommission (AKK) des Kantonsrats gegen ihn im Zusammenhang mit der Immobilientochter des WAS eine Strafanzeige ein.

«Die Strafanzeige ist haltlos», erklärte Graf in dem Interview. Er führte auch aus, dass es zwischen ihm und der AKK in dieser Sache vorgängig keine Gespräche gegeben habe.

Die Gründung der WAS Immobilien AG sei vom Verwaltungsrat des WAS genehmigt und vom Regierungsrat bestätigt worden, erklärte Graf. Es sei nicht im Ansatz erkennbar, wie er sein Regierungsamt missbraucht oder sich unrechtmässige Vorteile verschafft haben solle.

Zu den Vorwürfen ungerechtfertigter Bezüge sagte Graf, dass die Entschädigungen an den Verwaltungsrat gemäss den gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen erfolgten. Die von der Finanzkommission festgestellten Abweichungen bei den Sitzungsgeldern bezeichnete er als geringfügig oder zu hoch.

Seinen sofortigen Rücktritt erklärte Graf damit, dass er die Arbeit des WAS nicht beeinträchtigen wolle. Er würde den Aufbau dieser 2019 geschaffenen Organisation «wieder auf dieselbe Weise» vornehmen, auch wenn ihm «rückblickend nicht alles gelungen sein mag».

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