Zug

    Helene Zimmermann (FDP): «Nein zur MWST-Erhöhung»

    Helene Zimmermann
    Helene Zimmermann

    Region Zug,

    Die Zuger FDP-Kantonsrätin Helene Zimmermann lehnt eine höhere Mehrwertsteuer zur Finanzierung der AHV ab und fordert eine generationengerechte Reform.

    Helene Zimmermann.
    Die Zuger FDP-Kantonsrätin Helene Zimmermann. - zVg

    Die AHV ist ein zentraler Pfeiler unserer sozialen Sicherheit. Sie verlässlich zu sichern, ist eine gemeinsame Aufgabe. Doch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ist dafür nicht der richtige Weg.

    Sie belastet die Bevölkerung, ohne die strukturellen Herausforderungen der Altersvorsorge dauerhaft zu lösen. Die Mehrwertsteuer trifft alle – unabhängig davon, wie viel jemand verdient. Sie verteuert Waren und Dienstleistungen und schmälert die Kaufkraft.

    Besonders Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen spüren zusätzliche Abgaben. Auch Familien und der Mittelstand müssen einen immer grösseren Teil ihres Budgets für den Alltag aufwenden. Gerade in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten ist eine weitere Belastung das falsche Signal.

    Die finanziellen Herausforderungen der AHV sind bekannt. Wir werden erfreulicherweise älter, und das Umlageverfahren gerät dadurch zunehmend unter Druck. Eine Steuer-erhöhung verschafft kurzfristig zusätzliche Einnahmen, beantwortet aber nicht die grundlegende Frage, wie wir die AHV langfristig und generationengerecht finanzieren.

    Dafür braucht es eine ehrliche Reform. Als FDP-Kantonsrätin bin ich überzeugt: Eine nachhaltige Lösung darf nicht einfach immer höhere Abgaben vorsehen. Wir müssen Anreize schaffen, damit Menschen, die es wünschen und können, länger im Berufsleben bleiben.

    Ebenso müssen wir die Finanzierung der AHV vorausschauend und fair gestalten. Dabei verdienen die Anliegen der heutigen Rentnerinnen und Rentner ebenso Beachtung wie jene der jüngeren Generationen, die das System künftig tragen. Ein Nein zur MWST-Erhöhung ist deshalb kein Nein zur AHV.

    Soll die Mehrwertsteuer erhöht werden?

    Es ist ein Nein zu einer Finanzierung, die vor allem die Bevölkerung stärker belastet, und ein Ja zu einer nachhaltigen, ausgewogenen Reform. Wir sollten die Probleme nicht mit einer weiteren Steuererhöhung vertagen, sondern jetzt tragfähige Lösungen erarbeiten – fair zwischen den Generationen und mit Augenmass.

    Zur Autorin

    Helene Zimmermann ist Zuger Kantonsrätin FDP.

    Sagen wir am 29. November Nein zur Erhöhung der Mehrwertsteuer für die AHV. Für eine starke Altersvorsorge braucht es mehr als zusätzliche Einnahmen: Es braucht eine ehrliche Reform, die langfristig trägt.

    Hinweis

    Dieser Gastbeitrag ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.

    Kommentare

    User #2213 (nicht angemeldet)

    💯Frau Zimmermann welche konkreten Vorschläge haben sie ?

    User #6039 (nicht angemeldet)

    Ich denke, uns belasten die Ausgaben mehr für Krankenkassen/Steuern/Mieten als diese minimale Erhöhung für die AHV. Man sollte etwas realistisch bleiben. Die 13. AHV sind nicht nur ein paar Millionen die man irgendwo einsparen kann, sondern es geht um Milliarden.

    Mehr aus Zug

    Cham ZG
    Cham ZG
    EV Zug
    7:2 gegen Lugano
    Baar ZG
    Baar ZG
    Sheryl Fischlin lässt das Seil tanzen
    Rope Skipping

    Mehr aus Zentral

    Influencer
    192 Interaktionen
    Mit Kamera-Brille