Kanton Luzern reicht Baugesuch für Campus Horw ein

Das grösste Hochbauprojekt in der Geschichte Luzerns kommt voran: Der Kanton hat das Baugesuch für den Campus Horw eingereicht und für den Bau eine AG gegründet. Gemäss aktuellem Kostenvoranschlag wird das Projekt etwas günstiger als bisher angenommen.

Aktuell geht der Kanton von 568 Millionen Franken aus, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Beim Abschluss des Vorprojekts war der Kanton noch von rund 600 Millionen Franken ausgegangen. Die Luzerner Regierung sei über die tieferen erwarteten Kosten «erfreut», hiess es.
Die Baubewilligung erwartet der Kanton in rund einem Jahr. Ab Sommer oder Herbst 2027 sollen in Horw die Maschinen auffahren. Der Campus Horw soll dereinst das Departement Technik & Architektur der Hochschule Luzern sowie die Pädagogische Hochschule Luzern beheimaten. Ein Teil der Neubauten soll ab dem Herbstsemester 2031 den Betrieb aufnehmen.
Die Finanzierung des Bauprojekts erfolgt über die neu gegründete Immobilien Campus Luzern-Horw AG. Drei von fünf Sitzen im Verwaltungsrat sind von Personen aus der kantonalen Verwaltung besetzt. Das Präsidium übernimmt Heinz Bösch, Projektleiter und ehemaliger Departementssekretär des Finanzdepartements.
Seine Amtszeit ist auf maximal zwei Geschäftsjahre beschränkt. Seine Entschädigung fliesst, wie bei den übrigen Verwaltungsratsmitgliedern aus der Verwaltung, in die Staatskasse. Die beiden Hochschulen sind als «ständige Gäste» ohne Stimmrecht mit je einer Person im Verwaltungsrat vertreten.
Den Aufbau der AG, die das Bauprojekt Campus Horw ausführen soll, hatte die Luzerner Stimmbevölkerung 2021 an der Urne abgesegnet. Damit wollte der Regierungsrat die Investitionsrechnung des Kantons schonen.





