Luzernerland

    Luzern und Schwyz führen Massnahmen gegen Japankäfer weiter

    Keystone-SDA Regional
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    Ruswil,

    Die Kantone Luzern und Schwyz führen die Massnahmen gegen die Verbreitung des Japankäfers fort. So gilt etwa im Gebiet um die Raststätte Neuenkirch LU bis Ende September ein Bewässerungsverbot von Rasen- und Grünflächen, wie die Luzerner Staatskanzlei mitteilte.

    Der Japankäfer mit seinen kupfernen Flügeldecken und seinem metallisch grün schimmernden Kopf ist äussert schwierig zu bekämpfen. (Archivfoto)
    Der Japankäfer mit seinen kupfernen Flügeldecken und seinem metallisch grün schimmernden Kopf ist äussert schwierig zu bekämpfen. (Archivfoto) - Keystone/DPA/ULI DECK

    Im Sommer 2025 wurde im Gebiet der Autobahnraststätte Neuenkirch eine Japankäfer-Population nachgewiesen. Bereits 2024 war dort ein erstes Exemplar gefunden worden, woraufhin zusätzliche Fallen platziert wurden, wie es im Communiqué hiess.

    Neu gilt laut der Staatskanzlei ab 30. Mai eine «aktualisierte Allgemeinverfügung» mit verbindlichen Bekämpfungsmassnahmen. Im Befallsgebiet ist bis Ende September 2026 ein Bewässerungsverbot für Rasen- und Grünflächen vorgesehen, um die Eierablage der Käfer zu verhindern. Zudem bleibt der Transport von Grüngut aus dem Verbreitungszentrum und der Pufferzone verboten, um eine Verschleppung des Schädlings zu vermeiden.

    Im Kanton Schwyz wurden 2025 neun Japankäfer gefangen. Der kantonale Pflanzenschutzdienst beurteilt die Lage als «stabil». Positiv sei, dass keine Ausbreitung in neuen Gebieten festgestellt wurde. Gleichzeitig sei im Naturschutzgebiet Sägel in der Gemeinde Arth, wo der Käfer 2024 erstmals entdeckt wurde, eine Population nachweisbar.

    Für 2026 verfolgt der Kanton die Ziele der Früherkennung weiterer Funde, der Eindämmung der Ausbreitung und der Reduktion der Population, wie die Staatskanzlei Schwyz schrieb.

    Im gesamten Kantonsgebiet sollen rund 110 Lockstofffallen installiert werden, davon 50 allein im Naturschutzgebiet Sägel. Weitere Fallen werden in Pufferzonen und an «Risikostandorten» wie Sportanlagen, Bahnhöfen oder feuchten Landwirtschaftsflächen eingesetzt, wie es weiter hiess.

    Die Massnahmen sind Teil der bundesweit koordinierten Strategie zur Tilgung des Japankäfers. Laut Mitteilung kann der Schädling Schäden in der Landwirtschaft und Umwelt von mehreren hundert Millionen Franken pro Jahr verursachen.

    Kommentare

    User #3256 (nicht angemeldet)

    das bewässerungsverbot sollte auf die ganze schweiz ausgedehnt werden. wer kann es sich sonst schon leisten, tausende von litern trinkwasser zu vergeuden.

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