Luzern: Wird beim Eintritt zu Fussballspielen bald ID kontrolliert?

Neben den zwei nationalen Vorlagen stehen am Sonntag im Kanton Luzern auch kantonale Abstimmungen an. Hier ein Überblick.

Die Luzernerinnen und Luzerner stimmen über die Initiative «Gegen Fan-Gewalt» der Mitte ab, die strengere Massnahmen gegen Ausschreitungen rund um Sportveranstaltungen verlangt.
Unter anderem sollen beim Eintritt zu Fussballspielen die ID kontrolliert und für Gästefans verbindliche An- und Rückreisekonzepte erstellt werden. Der Gegenvorschlag setzt stärker auf Bewilligungsauflagen, Prävention und Dialog.
Die Initiative lehnen unter anderem SP, Grüne, GLP, FDP und SVP ab; sie unterstützen den Gegenvorschlag.
Umstritten ist auch die Lockerung der Ladenöffnungszeiten. Unbediente Hofläden und kleinere Selbstbedienungsgeschäfte sowie Shops bei Elektroladestationen sollen künftig täglich von 5 bis 22 Uhr öffnen dürfen.
Gegen die Vorlage haben Gewerkschaften und Detaillistenverband mit Unterstützung von SP, Grünen und SVP das Referendum ergriffen. Für die Vorlage sind unter anderem Regierung, Mitte, FDP und GLP.
Bei der Standortförderung sollen künftig jährlich 250 Millionen Franken aus den Einnahmen der OECD-Mindeststeuer für die Unterstützung von Unternehmen eingesetzt werden. Regierung, Mitte, FDP, GLP und SVP unterstützen die Vorlage, SP und Grüne lehnen sie ab.
Schliesslich entscheidet Luzern über 81,4 Millionen Franken für die Erweiterung und Umnutzung der Kantonsschule Reussbühl. Regierung und Parlament sowie die grossen Parteien mit Ausnahme der SVP unterstützen den Kredit.





