Luzerner Kantonsrat verteidigt Lotteriegelder für Sechseläuten

Der Kanton Luzern kann für seinen Auftritt als Gastkanton am Zürcher Sechseläuten 500'000 Franken aus dem Lotteriefonds bezahlen. Der Kantonsrat lehnte ein entsprechendes Postulat der SP mit 79 zu 26 Stimmen ab.

SP-Kantonsrätin Caroline Rey forderte, dass der Kanton Luzern den Auftritt als Gastkanton am Zürcher Sechseläuten nicht aus dem Lotteriefonds bezahlen soll. Der Regierungsrat hat dafür 500'000 Franken eingeplant. Rey kritisiert diese Finanzierung. Sie findet den Betrag zu hoch.
Das Geld fehle damit bei sozialen und kulturellen Projekten im Kanton, so die Stadtluzernerin. Sie forderte, die 500'000 Franken stattdessen für Kunst, Kultur und Sport in Luzern einzusetzen. «Es profitieren vor allem Tourismus und Wirtschaft. Also sollen sie auch das bezahlen», sagte Rey in der Debatte.
Auch von rechter Seite gab es Kritik. SVP-Kantonsrat Guido Müller hatte zu dem Thema eine Anfrage eingereicht und zeigte sich mit der Antwort der Regierung nicht einverstanden. Seine Vorbehalte drehten sich um die Transparenz und die Kosten. Er sprach von einem «Prestigeprojekt».
«Werden uns von der besten Seite zeigen»
Anderer Meinung war die Regierung. Die Nutzung des Lotteriefonds sei rechtmässig, betonte Regierungspräsident Armin Hartmann (SVP) in der Debatte. Der Auftritt diene dem Brauchtum. «Wir werden den Kulturkanton Luzern präsentieren und uns von der besten Seite zeigen», sagte er. «Es ist ein breites öffentliches Interesse».
Die Sprechenden der Mitte, FDP und GLP folgten der Regierung und machten sich für die Ablehnung stark. Die Ausgaben liessen sich zudem mit jenen anderer Kantone vergleichen, sagte Christian Galliker (Mitte). Eine deutliche Mehrheit des Parlaments sah dies letztlich ebenso.





