Luzerner Kommission unterstützt Fangewalt-Gegenvorschlag

Die Kommission Justiz- und Sicherheit (JSK) des Kantonsrats lehnt die von der Mitte lancierte Volksinitiative «Gegen Fan-Gewalt» grossmehrheitlich ab. Stattdessen unterstützt sie den von der Regierung vorgeschlagenen Gegenentwurf, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Die Mitte reicht ihre Volksinitiative 2024 ein. Das Volksbegehren fordert etwa Identitätskontrollen beim Zutritt zu Stadien und mögliche zusätzliche Massnahmen wie personalisierte Tickets, Videoüberwachung oder Kontrollen bei Fantransporten.
Die Kantonsregierung und eine Mehrheit des Kantonsrates erklärten die Initiative für teilungültig, weil mehrere Forderungen grundrechtswidrig sind. Daraufhin erarbeitete die Regierung einen Gegenvorschlag. Dieser sieht unter anderem vor, Veranstalter stärker in die Pflicht zu nehmen, Prävention und Dialog zu fördern sowie Videoüberwachung bei Fanmärschen und beim Stadioneinlass gesetzlich zu verankern. Auch ein Konzept für die An- und Rückreise von Gästefans wird vorgeschrieben.
Die Kommission habe einzelne Punkte wie die obligatorische Identitätskontrolle diskutiert, aber Änderungsanträge «mehrheitlich abgelehnt», wie sie schrieb. Sie beantragt dem Kantonsparlament, die Initiative abzulehnen und dem Gegenvorschlag zuzustimmen.
Der Kantonsrat wird in der März-Session über das Geschäft debattieren.





