Luzerner Stadtrat will Kinos stärker unterstützen

In der Stadt Luzern sollen weiterhin unabhängige Filmproduktionen mit einem künstlerischen Anspruch zu sehen sein. Der Stadtrat hat deswegen für die Studiokinos ein Förderkonzept erarbeitet.

In der Stadt Luzern ist das Kinoangebot in den letzten Jahren kleiner geworden. Heute zählten das Kino Capitol, das Filmtheater im Verkehrshaus sowie die Kinos Bourbaki und Stattkino zu den wenigen verbliebenen Filmspielstätten, erklärte der Stadtrat in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Dieses Kinoangebot will die Stadtregierung erhalten. Sie begründet dies damit, dass die Programm- und Art-House-Kinos wichtige Bühnen der Filmkultur sowie Plattformen für Festivals, Veranstaltungen und die Kunstvermittlung seien.
Die Kinos Bourbaki und Stattkino erhalten bereits jetzt Fördergelder. Der Betrieb von alternativen Kinos sei heutzutage ohne finanzielle Unterstützung kaum mehr möglich sei, heisst es dazu im Bericht und Antrag des Stadtrats an den Grossen Stadtrat.
Die Kinoförderung soll aber neu aufgestellt werden. Der Stadtrat beantragt für diese jährlich 400'000 Franken zur Verfügung zu stellen. Die Kinoförderung wird damit um 300'000 Franken ausgebaut.
Klare Kriterien
Studiokinos und weitere, nicht gewinnorientierte Anbieter sollen sich um einen Beitrag bewerben. Sie müssen dazu ein konkretes Konzept für kulturelle Vielfalt, lokale Filmförderung und gesellschaftlichen Austausch vorlegen, wie es in der Mitteilung weiter hiess.
Der Kredit solle flexibel und ergebnisorientiert vergeben werden, verbunden mit klaren Kriterien zu Programmqualität, Inklusion und Zusammenarbeit mit lokalen Akteurinnen und Akteuren, hiess es im Bericht und Antrag. Eine regelmässige Evaluation solle gewährleisten, dass die Mittel zielgerichtet eingesetzt würden.
Der Stadtrat will ferner seine Unterstützung für die mittelgrossen Kultureinrichtungen in den Jahren 2027 bis 2030 erhöhen und weiterführen. Konkret geht es um den Südpol, der mit 6,1 Millionen Franken unterstützt werden soll, sowie das Kleintheater (1,9 Millionen Franken), das Neubad (2,0 Millionen Franken) und die Schüür (2,1 Millionen Franken).






