Obwalden kann Steuersoftware weiterentwickeln

Im Kanton Obwalden reichen 98 Prozent der steuerpflichtigen Personen ihre Steuererklärung elektronisch ein. Damit die Software erweitert werden kann, hat der Kantonsrat am Donnerstag einen Kredit von 1,4 Millionen Franken genehmigt, und zwar einstimmig.

Der Regierungsrat stellte in seinem Bericht an das Parlament die Steuerdeklarationslösung E-Tax als Erfolgsgeschichte dar. Dass sie von so vielen Menschen genutzt werde, zeige, dass die Obwaldner Bevölkerung offen für digitale Lösungen sei.
Allerdings droht die Software zu veralten. Damit bestehende Prozesse, Schnittstellen und bereits getätigte Investitionen weitgehend weiterverwendet werden können, hat sich der Regierungsrat gegen ein neues System und für eine Weiterentwicklung des bestehenden ausgesprochen.
Kosten nicht tief
Keine Fraktion lehnte den Kredit ab. Peter Krummenacher (Mitte/GLP) sagte, die Digitalisierungsanstrengungen der Steuerverwaltung seien ein Erfolg, denn sie brächten Vorteile für Staat und Bürger. Peter Lötscher (SP) sagte, in der heutigen Realität sei die Weiterentwicklung der Steuersoftware alternativlos.
Helen Keiser-Furrer (CSP) sagte aber, 1,4 Millionen Franken seien kein Schnäppchen. Bei Informatikprojekten gebe es ferner oft unvorhersehbare Kosten.
Auf die angespannte Finanzlage des Kantons wies auch Marcel Schelbert (SVP) hin. Ein System-Update sei nach zehn Betriebsjahren aber nötig. Zudem führe die Investition zu Einsparungen.
Mehrmals thematisiert wurde das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Gemäss Regierungsrätin Cornelia Kaufmann-Hurschler (Mitte) ist die erweiterte Software trotz der Investitionen dank guten Konditionen günstiger als die bisherige.
Die E-Tax-Software ist ein gemeinsames Projekt von Ob- und Nidwalden.






