Urner Landrat segnet Kantonsrechnung 2025 ab

Uri,
Der Urner Landrat hat am Mittwoch die Rechnung 2025 einstimmig gutgeheissen. Diese schliesst nach einem Minus von 11,8 Millionen Franken im Vorjahr mit einem Plus von 13,6 Millionen Franken ab.

Der Abschluss der Urner Rechnung fiel 2025 damit deutlich besser aus als erwartet. Budgetiert war ein Minus von 11,2 Millionen Franken.
Der Regierungsrat bezeichnete das Ergebnis in seinem Bericht an den Landrat als «positiv». «Wir dürfen Freude daran haben», sagte Finanzdirektor Urs Janett (FDP) in der Eintretensdebatte. «Es gibt uns Luft für die Zukunft.» Mit Blick auf die unerwarteten Einnahmen sei das Ergebnis jedoch auch «ein Stück weit ein Zufallsresultat».
Christian Schuler (SVP), Präsident der landrätlichen Finanzkommission, sagte, das Ergebnis der Kantonsrechnung sei «grundsätzlich erfreulich». Die Abweichung von fast 25 Millionen Franken gegenüber dem Budget werfe jedoch «Fragen auf». Ähnlich argumentierte Anita Zurfluh (Mitte). Die Diskrepanz sei «erklärungsbedürftig», sagte die Landrätin aus Attinghausen. Noel Baumann (GLP) sagte, der Kanton verliere an Glaubwürdigkeit wenn die Rechnung «plötzlich ein deutlich besseres Bild zeigt».
Mehrere Votanten, vorab von bürgerlicher Seite, wiesen darauf hin, dass das gute Ergebnis insbesondere auf einmalige Effekte, etwa die Ausschüttung der Nationalbank-Gelder in der Höhe von 8,5 Millionen Franken, zurückzuführen sei. Das Spar- und Massnahmenpaket sei deshalb gerechtfertigt und notwendig gewesen, sagte Ivo Schillig (FDP). Auch er sprach wie der Finanzdirektor von einem «Zufallsresultat». «Wir brauchen aber ein Rechnungsergebnis ohne Glück», so der Altdorfer.
Der Abschluss bot auch der SP Grund zur Freude, aber nicht für Euphorie. Die Tiefsteuerstrategie sei trotz höherer Steuereinnahmen der natürlichen und juristischen Personen nicht zielführend gewesen, da es nicht gelungen sei, finanzkräftige Unternehmen in den Kanton Uri zu locken, sagte Edith Baumann Renner.





