National Summer Games: Vier Tage, die Zug bewegt haben

Vier Tage lang war Zug Gastgeber der Special Olympics National Summer Games. Rund 1500 Athletinnen und Athleten sorgten für starke Leistungen und Emotionen.

Vier Tage lang stand im Kanton Zug nicht die Frage im Vordergrund, wer die grösste Leistung erbringt oder die meisten Medaillen gewinnt. Im Mittelpunkt standen Menschen, ihre Geschichten und ihre sportlichen Erfolge.
Mit der Abschlussfeier am 31. Mai, gingen die Special Olympics National Summer Games Zug 2026 zu Ende und hinterliessen weit mehr als Medaillen und Ranglisten.
Ein Fest der persönlichen Erfolge
1498 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz sowie Delegationen aus elf Gastnationen reisten nach Zug, um sich in insgesamt 16 Sportarten zu messen. Begleitet wurden sie von 585 Coaches und unterstützt von mehr als 2300 Volunteers.
Während vier Tagen verwandelten sich Sportanlagen, Wettkampfstätten und Begegnungsorte in Schauplätze eines Anlasses, der weit über den sportlichen Wettbewerb hinausging. Im Mittelpunkt standen dabei die Athletinnen und Athleten selbst.
Ob auf der Laufbahn, im Schwimmbecken, auf dem Fahrrad oder in der Turnhalle – überall waren Ehrgeiz, Konzentration und Begeisterung spürbar.

Viele Teilnehmende hatten sich lange auf die Wettkämpfe vorbereitet. Entsprechend gross war die Freude über persönliche Bestleistungen, gelungene Wettkämpfe und gewonnene Medaillen.
Dabei zeigte sich einmal mehr, dass sportlicher Erfolg nicht nur in Podestplätzen gemessen werden kann. Oft waren es die kleinen Momente, die in Erinnerung bleiben werden: Das Erreichen eines persönlichen Ziels, die Unterstützung unter Teamkolleginnen und Teamkollegen oder die Freude darüber, Teil eines grossen Sportfestes zu sein.
Ein besonderes Merkmal der Special Olympics ist das sogenannte Divisioning. Dabei treten Athletinnen und Athleten mit ähnlichem Leistungsniveau gegeneinander an. Dadurch entstehen faire Wettkämpfe, bei denen jede Person die Chance erhält, ihr Können unter vergleichbaren Bedingungen zu zeigen.
Inklusion wurde sichtbar
Doch die National Summer Games waren weit mehr als eine Ansammlung sportlicher Wettkämpfe. Sie machten sichtbar, was Inklusion im Alltag bedeuten kann.
Menschen mit und ohne Beeinträchtigung begegneten sich auf Augenhöhe, feuerten sich gegenseitig an und kamen miteinander ins Gespräch. Viele Besucherinnen und Besucher erlebten dabei einen Zugang zu einem Thema, das häufig abstrakt diskutiert wird.
In Zug wurde Inklusion nicht erklärt, sondern gelebt. Besonders deutlich zeigte sich dies im Olympic Village bei der OYM Hall. Dort trafen sich Athletinnen und Athleten, Familienangehörige, Volunteers und Gäste aus der Region.
Konzerte, Begegnungszonen, Partnerstände und verschiedene Aktivitäten schufen einen Ort, an dem Gemeinschaft und Austausch im Zentrum standen.
Ohne Volunteers nicht möglich
Zum Erfolg der Veranstaltung trugen auch die zahlreichen Freiwilligen bei. Mehr als 2300 Volunteers engagierten sich während der vier Tage für einen reibungslosen Ablauf.
Sie begleiteten Delegationen, unterstützten bei Wettkämpfen, halfen Besucherinnen und Besuchern weiter und sorgten dafür, dass sich Athletinnen und Athleten willkommen fühlten. Mit der Abschlussfeier am Sonntag fanden die National Summer Games schliesslich ihren feierlichen Abschluss.
Ein emotionaler Höhepunkt war die symbolische Übergabe der Special Olympics Flagge an Chur, wo die nächsten National Games stattfinden werden. Gleichzeitig bot die Feier Gelegenheit, auf vier aussergewöhnliche Tage zurückzublicken und all jenen zu danken, die zum Gelingen beigetragen haben.

Für den Kanton Zug waren die National Summer Games weit mehr als ein Sportanlass. Sie haben gezeigt, welche verbindende Kraft im Sport steckt und wie selbstverständlich Teilhabe werden kann, wenn Menschen gemeinsam ein Ziel verfolgen.
Die vielen Begegnungen, die persönlichen Erfolgsgeschichten und die besondere Atmosphäre werden noch lange in Erinnerung bleiben – nicht nur bei den Athletinnen und Athleten, sondern bei allen, die Teil dieses besonderen Ereignisses waren.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.








