DTM-Aus für Fabio Scherer: «Schade – waren auf extrem gutem Weg»

Nach einem Jahr verliert Fabio Scherer seinen Platz in der DTM bei Haupt Racing. Der Schweizer muss sich neu orientieren – wohin, ist noch offen.

Das Wichtigste in Kürze
- Fabio Scherer verliert sein DTM-Cockpit im Ford Mustang nach nur einer Saison wieder.
- Das Team setzt auf einen 17-jährigen Rookie – wohl nicht nur aus Performance-Gründen.
- Wie es bei Scherer weitergeht, ist noch offen. Die Nordschleife ruft – oder doch Le Mans?
Rückschlag für Fabio Scherer: Der Luzerner verliert sein DTM-Cockpit im Ford Mustang des Haupt Racing Teams nach nur einer Saison wieder. Das Team setzt 2026 neben dem arrivierten Arjun Maini auf DTM-Neuling Finn Wiebelhaus (17).
Für Scherer ist im Line-Up des deutschen Ford-Rennstalls kein Platz mehr. «Es ist natürlich sehr schade», sagt Scherer gegenüber Nau.ch über sein DTM-Aus. «Ich glaube, ein zweites Jahr wäre sehr erfolgsversprechend gewesen, Wir waren auf einem extrem guten Weg.»
Im Vorjahr setzte HRT erstmals den neuen Ford Mustang GT3 in der DTM ein. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde das Paket im Saisonverlauf zum verlässlichen Punkte-Lieferanten für Scherer und Maini.

Ganz überraschend kommt aus Aus des 26-Jährigen aber nicht – wohl auch aus finanziellen Gründen. Mit Wiebelhaus hat sich HRT nämlich für den Sieger der «Road-to-DTM»-Wertung im ADAC GT Masters entschieden. Damit entfällt für ihn die sechsstellige Nenngebühr ...
Nordschleife – oder doch wieder Le Mans?
Scherer selbst richtet den Blick nach vorne: «Es sind noch zwei, drei gute Projekte in der Pipeline, wo ich auch Erfolge einfahren kann. Ein Thema ist sicher auch die Nordschleife», lässt er durchblicken.

Dort gab der Schweizer im Vorjahr sein Strecken-Debüt in einem GT3-Renner – und liess gleich aufhorchen: Beim Debüt wurde er Zweiter – hinter F1-Superstar Max Verstappen. Zudem fuhr er beim Saisonfinale im Qualifying einen neuen NLS-Streckenrekord.

Und vielleicht zieht es den Schweizer ja auch zurück nach Le Mans, wo er 2023 den LMP2-Klassensieg holte? Ford entwickelt ein eigenes Hypercar, plant 2027 den Einstieg in die Langstrecken-WM. Ein Le-Mans-erfahrener Prototypen-Veteran wäre für ein solches Projekt wohl Gold wert ...






