Schwyz

    Am Axen wird für den Sisikonertunnel Biosprengstoff eingesetzt

    Keystone-SDA Regional
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    Schwyz,

    Die Mineure brechen den Sisikonertunnel der Axenstrasse mit einem Biosprengstoff aus. Damit soll verhindert werden, dass Nitrat in den See gelangt.

    An der neuen Axenstrasse wird seit 2023 gebaut. Sie soll 2033 in Betrieb gehen. (Symbolbild)
    An der neuen Axenstrasse wird seit 2023 gebaut. Sie soll 2033 in Betrieb gehen. (Symbolbild) - KEYSTONE/URS FLUEELER

    Die Umstellung auf den nitratfreien Sprengstoff «Hypex Bio» bringe Mehrkosten von rund einem Prozent, hiess es in der Mitteilung des Tiefbauamts Schwyz vom Freitag. Diese zusätzlichen Kosten würden bewusst in Kauf genommen, um die Gewinnung des Ausbruchmaterials möglichst umweltschonend zu gestalten.

    Hintergrund ist, dass der Ausbruch des Sisikonertunnels in den Urnersee geschüttet wird. Normaler Sprengstoff wäre zulässig gewesen, sagte Peter Vorwerk, stellvertretender Gesamtleiter A4 Neue Axenstrasse, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Grenzwerte würden vor der Schüttung in den See überprüft. «Weniger ist aber besser als zulässig», sagte Vorwerk.

    Bereits zum Einsatz gekommen

    Der 400 Meter lange Ausfahrtstunnel des Sisikonertunnels wurde gemäss Vorwerk bereits mit dem nitratfreien Sprengstoff ausgebrochen, bei einem rund 150 Meter langen Stück kam aus logistischen Gründen konventioneller Sprengstoff zum Einsatz. Der im Bau befindliche Sisikonertunnel wird 4,44 Kilometer lang sein.

    Herkömmliche Emulsionssprengstoffe enthielten als Sauerstofflieferant für die Reaktion Nitrat, teilte das Tiefbauamt mit. Der in Schweden entwickelte Sprengstoff verwende stattdessen Wasserstoffperoxid. Dies sei insbesondere dort von Bedeutung, wo das gesprengte Gestein anschliessend in sensiblen Bereichen eingesetzt oder weiterverwendet werde.

    Erstmaliger Einsatz

    In der Schweiz wird der Sprengstoff von der Société Suisse des Explosifs SA (SSE Group) hergestellt. Es sei das erste Mal, dass in der Schweiz für einen grossen Strassentunnel nitratfreier Emulsionssprengstoff zum Einsatz komme, teilte das Tiefbauamt mit.

    Für den zweiten Tunnel der neuen Axenstrasse, den 2,89 Kilometer langen Morschachertunnel, wird herkömmlicher Sprengstoff verwendet. Das Gestein aus diesem Tunnel werde als Baustoff eingesetzt, hiess es dazu in der Mitteilung.

    Die Axenstrasse verbindet Brunnen SZ mit Flüelen UR. Sie wird zwischen Brunnen und Gumpisch südlich von Sisikon UR neu gebaut. Die neue Strasse führt, bis auf einen 120 Meter langen offenen Abschnitt, durch Tunnels.

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