Schübelbach SZ: Gemeinde verabschiedet Altersstrategie bis 2035

Der Gemeinderat von Schübelbach SZ hat die Altersstrategie 2025–2035 verabschiedet. Sie stützt sich auf eine Umfrage, an der sich 946 Personen beteiligten.

Die Gemeinde Schübelbach hat ihre Altersstrategie 2025–2035 verabschiedet. Sie zeigt auf, wie selbstbestimmtes Leben im Alter auch künftig ermöglicht und gefördert werden soll.
Wie möchten wir im Alter leben? Was braucht es, damit ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können? Mit diesen und weiteren Fragen hat sich die Gemeinde Schübelbach intensiv auseinandergesetzt.
Das Ergebnis ist die neue Altersstrategie 2025–2035, die der Gemeinderat nun verabschiedet hat. Sie bildet die Grundlage für die künftige Alterspolitik und zeigt auf, mit welchen Zielen und Massnahmen die Gemeinde die Voraussetzungen für ein gutes Leben im Alter weiter stärken möchte.
Angepasst auf die heutigen Herausforderungen
Ausgangspunkt für die Erarbeitung der Strategie war die Auseinandersetzung mit der Zukunft des Alters- und Pflegeheims Obrigrueh (APHO). Dabei zeigte sich, dass die Alterspolitik der Gemeinde umfassender betrachtet werden muss. Das bisherige Altersleitbild stammte aus dem Jahr 2010 und war nicht mehr aktuell.
Die Fachstelle Altersfragen erarbeitete deshalb gemeinsam mit Mitgliedern der Projektgruppe APHO eine neue Strategie, die unterschiedliche Lebensbereiche berücksichtigt – vom Wohnen und der Gesundheitsversorgung über die soziale Teilhabe bis hin zur Pflegeversorgung und der regionalen Zusammenarbeit.
Sieben Lebensräume für ein gutes Leben im Alter
Die Altersstrategie betrachtet das Älterwerden nicht allein unter dem Gesichtspunkt der Pflege und Betreuung. Vielmehr berücksichtigt sie sieben Lebensräume, die für die Lebensqualität im Alter von Bedeutung sind. Dazu gehören unter anderem altersgerechtes Wohnen, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung, Gesundheitsförderung, soziale Teilhabe sowie die Sicherheit und Versorgung im Alter.
Um die umfangreiche Strategie für die Bevölkerung verständlich darzustellen, hat die Gemeinde eine Kurzbroschüre erarbeitet. Darin werden die sieben Lebensräume bildlich in Form eines Hauses dargestellt. Die Broschüre fasst die Vision, Ziele und vorgesehenen Massnahmen übersichtlich zusammen.
Regionale Zusammenarbeit und schrittweise Umsetzung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der regionalen Zusammenarbeit. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden und weiteren Akteuren sollen bestehende Angebote besser aufeinander abgestimmt und eine bedarfsgerechte Pflegeversorgung langfristig sichergestellt werden. Dabei haben ambulante Angebote Vorrang und werden durch weitere Betreuungs- und Pflegeformen ergänzt.
Mit der Verabschiedung der Altersstrategie hat der Gemeinderat die Grundlage für die Weiterentwicklung der kommunalen Alterspolitik geschaffen. Im Zentrum steht die Vision eines guten Lebens im Alter – sicher, selbstbestimmt und gut begleitet. Die Gemeinde Schübelbach möchte die Rahmenbedingungen stärken, die es älteren Menschen ermöglichen, möglichst lange eigenständig zu leben, soziale Kontakte zu pflegen und bei Bedarf auf geeignete Unterstützungsangebote.
Die Fachstelle Altersfragen wurde beauftragt, die vorgesehenen Massnahmen zu priorisieren, zu koordinieren und im Rahmen der verfügbaren Ressourcen schrittweise umzusetzen.
Alle Dokumente können auf der Website der Gemeinde Schübelbach unter der Rubrik «Zukunft Alter» eingesehen werden. Die Kurzbroschüre ist auf Wunsch auch in gedruckter Form bei der Fachstelle Altersfragen erhältlich.
Bevölkerung möchte möglichst lange selbstständig bleiben
Eine wichtige Grundlage für die Erarbeitung der neuen Altersstrategie bildete die Bevölkerungsumfrage, an der sich im Sommer 2025 insgesamt 946 Personen beteiligten. Ihre Rückmeldungen lieferten wertvolle Erkenntnisse darüber, welche Bedürfnisse und Erwartungen die Bevölkerung an das Leben im Alter hat. Besonders deutlich zeigte sich der Wunsch, möglichst lange selbstständig im vertrauten Umfeld leben zu können. Auch altersgerechte Wohnformen und eine qualitativ hochwertige, gut erreichbare Pflegeversorgung sind den Schübelbachnerinnen und Schübelbachnern wichtig.






