Billig-Wohnungen in Zug: Es gibt bereits erste Anfragen

Die Korporation Zug plant günstigen Wohnraum an der Grenze zu Baar. Vereinzelt haben sich schon Interessenten gemeldet. Vorrang haben Zuger.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Korporation Zug plant mit «Schliffi» 272 günstige Wohnungen.
- Trotz tiefer Mieten ist das Echo laut Präsident Keiser bisher «bescheiden».
- Bei der Vergabe haben Korporationsmitglieder und Zuger Bevölkerung Vorrang.
Eine 3,5-Zimmer-Wohnung für weniger als 1800 Franken – ausgerechnet im teuren Zug: Die Korporation Zug plant mit dem Projekt «Schliffi» 272 preisgünstige Wohnungen an der Stadtgrenze zu Baar.
Die Baueingabe für die Wohnüberbauung erfolgte Anfang September. Das Projekt sorgte daraufhin für ein grosses Medienecho.
Interessenten melden sich bisher kaum
Wer nun denkt, der Korporation werde die Bude eingerannt, der irrt. «Bislang ist das Echo noch bescheiden», sagt Korporationspräsident Urban Keiser zu Nau.ch. Aber: Er persönlich habe bisher zwei Anfragen erhalten.
Das Baugesuch ist inzwischen öffentlich aufgelegt. Ob dadurch weitere Interessenten auf das Projekt aufmerksam werden, wird sich zeigen.

Bei der späteren Vergabe haben zunächst die Mitglieder der Korporation Vorrang. An zweiter Stelle stehen Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Zug, die noch nicht in einer preiswerten Wohnung leben.
Danach folgen Personen, die in Zug geboren wurden und hier arbeiten, anschliessend weitere in Zug Geborene. An fünfter Stelle kommen Personen, die in Zug arbeiten.

Zusätzlich gelten Vorgaben zur Mindestbelegung.
Keiser rechnet mit wenigen Korporationsbürgern
Der Vorrang für Korporationsmitglieder dürfte die Chancen der übrigen Interessenten jedoch kaum zunichtemachen.
«Ich rechne, dass höchstens zehn Prozent der Wohnungen an Korporationsbürger vergeben werden können», sagt Keiser. Bei insgesamt 272 Wohnungen wären das also höchstens 27.
Demnach dürfte der Grossteil der Wohnungen an Bewerberinnen und Bewerbern aus den weiteren Prioritätsgruppen gehen.
Insgesamt investiert die Korporation rund 142,5 Millionen Franken in das Projekt. Gibt es keine Einsprachen, könnte der Bau bereits in wenigen Monaten beginnen.






