Fasnachtspräsi stolz auf kantonale Beachtung

Das Mehrzweckgebäude Alosen gehört zu den «Guten Bauten im Kanton Zug». Roman Meier nutzt die Halle mit der Alöser Fasnachtsgesellschaft.

Sein Vater galt einst als «Hebamme» des Mehrzweckgebäudes in Alosen, heute nutzt Roman Meier die Halle mit der Alöser Fasnachtsgesellschaft. Die kantonale Auszeichnung freut ihn deshalb doppelt: Das Haus ist für ihn ein Stück Dorfgeschichte und gelebte Gemeinschaft.
Das Mehrzweckgebäude Alosen bildet zusammen mit dem neu gestalteten Aussenraum einen kleinen Dorfplatz. Ein Giebeldach und die zurückhaltende Form lassen den Neubau in die dörfliche Umgebung passen. Dahinter steckt ein Haus, das vieles unter einem Dach vereint.
Im Zentrum steht der Mehrzwecksaal mit Foyer und Küche. Dazu kommen Räume für Vereine und vier Wohnungen. Vor dem Gebäude öffnet sich der Dorfplatz, der Platz für Begegnungen, Veranstaltungen und das Vereinsleben schafft.
Verbindung von Gestaltung, Nutzung und öffentlichem Raum
Genau diese Verbindung von Gestaltung, Nutzung und öffentlichem Raum überzeugte die Fachjury. Die Baudirektion des Kantons Zug und das BauForumZug hatten für die Auszeichnung «Gute Bauten im Kanton Zug 2016–2025» insgesamt 105 Projekte beurteilt. Zehn erhielten eine Auszeichnung.

Die Idee für das Mehrzweckgebäude entstand bereits 2012. Die Interessengemeinschaft Mehrzweckgebäude Alosen und verschiedene Dorfvereine hatten sie gemeinsam angestossen. 2019 bewilligte die Gemeindeversammlung den Objektkredit, drei Jahre später wurde das Gebäude der Gemeinde übergeben.
Mittlerweile ist der Bau fester Bestandteil des Dorflebens. Wir sprachen mit Roman Meier, den Präsidenten der Alöser Fasnachtsgesellschaft. Sein Vater, alt Gemeindepräsident der Einwohnergemeinde Oberägeri Pius Meier, hat sich während seiner Amtszeit stark für das Projekt eingesetzt.
Redaktion: Das Mehrzweckgebäude Alosen ist gerade als «Gute Bauten im Kanton Zug» ausgezeichnet worden. Was bedeutet diese Anerkennung für Sie persönlich? Sind Sie stolz darauf?
Roman Meier: Als Alöser ist man natürlich stolz, wenn genau dieses Gebäude kantonal Beachtung findet und nun als «Gute Bauten im Kanton Zug» ausgezeichnet wurde. Das Mehrzweckgebäude bietet vielen Vereinen und Organisationen eine wertvolle Möglichkeit, ihre Aktivitäten durchzuführen.
Dass dies heute so gut funktioniert, ist vor allem der guten Zusammenarbeit und der Arbeit vieler Personen zu verdanken, die von der Planung bis zur Ausführung mitgewirkt haben. Deshalb ist diese Auszeichnung für uns natürlich etwas Besonderes und macht uns stolz.
Redaktion: Die Fasnachtsgesellschaft gehört zu den wichtigsten Nutzungen des Mehrzweckgebäudes. Was hat sich für Sie seit dem Einzug in die neue Halle verändert?
Meier: Seit dem Bau des Mehrzweckgebäudes hat sich für uns vieles vereinfacht. Unser Material ist nun zentral an einem Ort gelagert, wodurch wir beim Auf- und Abbau der Fasnacht viele Transportwege und damit auch Zeit einsparen können. Das erleichtert unsere Arbeit enorm.
Der grösste Pluspunkt ist für uns aber der Mehrzweckraum. Dort können wir unsere Mitspielerinnen und Mitspieler verpflegen, Sitzungen und Versammlungen abhalten und gemeinsam Zeit verbringen. Die Grösse des Mehrzweckraums ist für unsere Fasnachtsgesellschaft ideal.
In diesem Raum durften wir bereits viele gemütliche, lustige und ideenreiche Stunden verbringen. Er ist für uns deshalb weit mehr als nur ein Raum – er ist ein wichtiger Treffpunkt.
Redaktion: Ihr Vater, alt Gemeindepräsident Pius Meier, hat sich während seiner Amtszeit stark für das Projekt eingesetzt. Er wurde bei der Eröffnung sogar als «Hebamme» des Projekts bezeichnet. Ist die Auszeichnung für Sie auch ein Stück weit ein besonderer Moment?
Meier: Wenn mein Vater die «Hebamme» dieses Gebäudes sein soll, dann ist es wohl nur richtig, wenn der Sohn heute aktiv mit diesem Gebäude für das Alösler Volk arbeitet. Das Gebäude liegt uns als Familie und als Alöser sehr am Herzen. Natürlich sind solche Momente deshalb auch für uns persönlich etwas Besonderes und die Auszeichnung freut uns sehr.
Redaktion: Die Jury lobt die Bedeutung des Gebäudes für Begegnungen und das Vereinsleben. Hat es Alosen als Dorf tatsächlich verändert?
Meier: Für viele Vereine hat der Bau des Mehrzweckgebäudes spürbar eine Erleichterung gebracht. Sitzungen und Versammlungen können unkompliziert durchgeführt und Feste gefeiert werden. Besonders schätzen wir die gute Zusammenarbeit mit der Einwohnergemeinde Oberägeri.
Sie ist sehr lobenswert und vor allem eines, was uns besonders wichtig ist: unkompliziert. Das Mehrzweckgebäude hat dadurch sicher dazu beigetragen, dass das Vereinsleben in Alosen noch einfacher gelebt werden kann.
Redaktion: Wenn Sie dem Mehrzweckgebäude eine typische Alöser Eigenschaft geben müssten – welche wäre es und weshalb?
Meier: Es wären gleich drei: gesellig, einfach und gemütlich. Genau diese drei Begriffe passen für mich hervorragend zum Mehrzweckgebäude Alosen.
Es ist ein Ort, an dem man zusammenkommt, gemeinsam etwas auf die Beine stellt und auch gerne noch ein bisschen sitzen bleibt.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.






