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Lorzenebene ist Landschaft des Jahres

Zuger Woche
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Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zeichnet die Lorzenebene für ihre vorbildliche Raum- und Landschaftsplanung als Landschaft des Jahres 2026 aus.

Preisträger
Preisträgerinnen und Preisträger (von links): Rahel Marti, Jürg Maurer, Urban Keiser, Georges Helfenstein, Eliane Birchmeier, Florian Weber, Franziska Grossenbacher, Markus Amhof, Zari Dzaferi sowie Lukas Bühlmann. - zVg

Was vor der Haustüre liegt, hält man oft für selbstverständlich. Die Lorzenebene – den äusserst vielseitigen Freiraum vor den Toren von Zug, Baar, Steinhausen und Cham – aber gäbe es ohne vorausschauende Raum- und Landschaftsplanung nicht.

Darum hat die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz die Lorzenebene am Samstag. 13. Juni, als Landschaft des Jahres 2026 ausgezeichnet.

Der Preis ehrt die Korporation Zug (stellvertretend für die Landeigentümer und Landeigentümerinnen), den Kanton Zug, die Stadt Zug sowie die Gemeinden Baar, Cham und Steinhausen dafür, dass sie die Lorzenebene mitten in der boomenden Stadtlandschaft als grossen Freiraum und grüne Lunge erhalten haben.

Um die vielfältigen Interessen an die Lorzenebene zu verhandeln, entwickelte eine breit zusammengesetzte Arbeitsgruppe unter der Leitung des Amts für Raum und Verkehr ein Leitbild, das 2012 verabschiedet wurde.

Lorzenebene
Personen laufen auf einem Weg durch ein Feld bei der Chollermülli-Landschaft der Lorzenebene. - keystone

In diesem Prozess wirkten zahlreiche Vereine mit, die viel ehrenamtliche Arbeit geleistet haben. Dieses Engagement wird mit dem Preis ebenfalls gewürdigt. Durch das kluge Verhandeln von Flächen, Interessen und Nutzungen wurde der Wert der Lorzenebene vervielfacht.

Heute ist mehr Raum für alle da – für Landwirtschaft, Bevölkerung und Natur.

Wichtig und wertvoll für die Bevölkerung

An der Preisfeier betonte Baudirektor Florian Weber den Wert der Lorzenebene sowie der Zuger Landschaften generell: «Solche Räume sind im Mikrokosmos, wie der Kanton Zug einer ist, wichtig und wertvoll für die Bevölkerung. Sie sind Teil der Lebensqualität und der Standortattraktivität.»

Stadträtin Eliane Birchmeier, Vorsteherin des Baudepartements der Stadt Zug, nannte das neu gestaltete Brüggli, wo die Preisfeier stattfand, ihren Lieblingsort in der Lorzenebene:

«Hier verbinden sich Natur und Erholung besonders eindrucksvoll. Solche Orte ermöglichen der Zuger Bevölkerung bereichernde Erlebnisse und wohltuende Auszeiten – sie sollen gepflegt und erhalten bleiben.»

Der Steinhauser Gemeindepräsident Markus Amhof erzählte von einem Natureinsatz als angehender Forstwart in der Chamer Bucht – in einem einsamen Winkel, wo er seither nie mehr gewesen sei.

Georges Helfenstein, Gemeindepräsident von Cham, schwärmte von der Holzbrücke über den Dorfbach Steinhausen als Ort mit grandiosem Weitblick und dem Puls des Alltags im Rücken.

Warst du schon einmal in der Lorzenebene unterwegs?

Der Baarer Bauvorstand Zari Dzaferi dagegen ist am liebsten am Ufer der Lorze, hört ihrem Plätschern zu und atmet durch: «Ich wünsche mir, dass noch viele Generationen von Zugerinnen und Zugern die Lorze so erleben dürfen wie wir heute.»

Am Vormittag hatte die Bevölkerung auf Spaziergängen zu den Themen Landwirtschaft, Naturschutz und Naherholung mehr über die Werte des Freiraums vor ihrer Haustüre erfahren. Rund 100 Personen genossen die anschliessende Feier, die Musik des Ensembles Neue Töne und den wieder aufblühenden Sommer im Brüggli.

Starke Verbundenheit mit der Lorzenebene

Alle Preisträgerinnen und Preisträger liessen eine starke Verbundenheit mit der Lorzenebene spüren. Als Vertreter der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer gab Urban Keiser, Präsident der Korporation Zug, aber auch zu bedenken, dass der Freiraum heute selbstverständlich erscheinen möge, aber das sei er nicht:

«Die Lorzenebene ist aussergewöhnlich und zerbrechlich.» Umso wichtiger ist es, das Erreichte zu feiern und sich weiter dafür zu engagieren: Mit dem Preisgeld von 10‘000 Franken soll ein feines Essen für die Landwirtinnen und Landeigentümer ausgerichtet werden. Sie tragen entscheidend zur Erfolgsgeschichte der Lorzenebene bei.

Hinweis

Dieser Artikel ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.

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