Stadt Zug schafft Grundlage für den KI-Einsatz

Die Stadt Zug will Künstliche Intelligenz sicher und gezielt nutzen. Dafür soll eine eigene KI-Plattform entstehen.

Die Digitalisierung prägt die Arbeitsweise der Stadt Zug zunehmend. Umfang, Komplexität und Geschwindigkeit der zu verarbeitenden Informationen nehmen stetig zu.
Künstliche Intelligenz kann Mitarbeitende insbesondere bei Recherche, Textarbeit, Zusammenfassungen und der Aufbereitung von Entscheidungsgrundlagen unterstützen. Gleichzeitig profitiert die Bevölkerung von einfacheren und intuitiveren digitalen Angeboten.
Leistungsfähiges Sprachmodell
Im Zentrum des Vorhabens steht ein sogenanntes Private LLM. Dabei handelt es sich um ein leistungsfähiges Sprachmodell, das auf einer eigenständigen und abgeschotteten Infrastruktur betrieben wird und exklusiv der städtischen Organisation zur Verfügung steht.
Sämtliche Daten verbleiben innerhalb dieses kontrollierten Systems und unterliegen den rechtlichen und organisatorischen Vorgaben der Stadt Zug. Damit wird eine sichere Alternative zu öffentlich verfügbaren KI-Diensten geschaffen und dem Risiko einer «Schatten-KI» entgegengewirkt.

«Künstliche Intelligenz soll uns helfen, die Qualität und Effizienz unserer Arbeit ohne Abstriche bei Datenschutz und Informationssicherheit weiter zu verbessern. Mit einer eigenen, kontrollierten KI-Plattform schaffen wir die Voraussetzungen, damit die Stadt Zug die Chancen dieser Technologie verantwortungsvoll nutzen kann», sagt Stadtrat Urs Raschle, Vorsteher des Finanzdepartements.
Die Umsetzung erfolgt schrittweise. Geplant sind unter anderem der Aufbau und Ausbau der KI-Plattform, Pilotprojekte wie KI-gestützte Assistenz auf der Webseite, Transkription und Protokollierung sowie die Anbindung von Fachsystemen für KI-unterstützte Prozessautomatisierung.
Begleitend werden Massnahmen zum Wissensaufbau und zur Befähigung der Mitarbeitenden umgesetzt.
Innovationsfähigkeit gestärkt
Mit der Investition stärkt die Stadt Zug ihre Innovationsfähigkeit, fördert die departementsübergreifende Zusammenarbeit und positioniert sich als moderne, wirtschaftsfreundliche und zukunftsorientierte Stadt.
Letztlich entscheidet der Grosse Gemeinderat über den Objektkredit von 700'000 Franken zulasten der Investitionsrechnung.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.




