Zuger Bürgerliche wollen Regierung und Kantonsrat weiter prägen

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    Zug wählt heute Regierung und Kantonsrat neu. Alle sieben Bisherigen treten wieder an, im Parlament liefern sich Mitte, FDP und SVP ein enges Rennen.

    Abstimmung
    Abstimmungshelferinnen und Abstimmungshelfer sortieren Abstimmungszettel. (Symbolbild) - Keystone

    Die rein bürgerliche Zuger Regierung tritt heute Sonntag geschlossen zur Wiederwahl an. Die Stimmberechtigten wählen auch den Kantonsrat neu, wo Mitte, FDP und SVP bislang fast gleich viele Sitze haben. Schon kleine Veränderungen zur Wahl vor vier Jahren könnten im Rennen um die grösste Kantonsratsfraktion den Unterschied machen: Die Mitte (19 Sitze), die FDP (18 Sitze) und die SVP (ebenfalls 18 Sitze) liegen eng beieinander.

    Bei Wahlen in anderen Kantonen konnte die SVP zuletzt stark zulegen, so etwa im März in Bern, Obwalden und Nidwalden. Seit 2023 eroberte sie in kantonalen Wahlen 65 neue Sitze. Derweil sind die Bilanzen der FDP und Mitte durchzogen.

    Das rotgrüne Lager verlor seit 2023 unter dem Strich Sitze in den Kantonsparlamenten. Zwar legte die SP etwas zu, die Grünen büssten aber stark ein. Im Kanton Zug sind jedoch nicht die Sozialdemokraten, sondern die Alternative – die Grünen (ALG) die stärkste linke Kraft. Sie stellen die viertgrösste Fraktion im Kantonsrat (11 Sitze) und wollen mit Andreas Lustenberger ihren Regierungssitz zurückerobern, den sie 2018 verloren.

    Lustenberger trat bereits 2025 bei der Ersatzwahl für den ehemaligen Gesundheitsdirektor und heutigen Bundesrat Martin Pfister (Mitte) an. Im zweiten Wahlgang musste er sich Mitte-Kandidat Andreas Hausheer geschlagen geben. Lustenberger erzielte mit rund 41 Prozent der Stimmen allerdings ein Ergebnis, das die Stärke der ALG deutlich übertraf.

    Dennoch dürfte es für ihn und die Kandidatinnen Joëlle Gautier (GLP) und Jessica Gauch (SP) schwierig werden, die bürgerliche Phalanx im siebenköpfigen Regierungsrat zu durchbrechen. Da alle Bisherigen zur Wiederwahl antreten, müssten die Stimmberechtigten ein Regierungsmitglied abstrafen, um den Weg für eine neue Kraft in der Regierung frei zu machen.

    Die Mitte tritt mit Silvia Thalmann-Gut (Volkswirtschaftsdirektorin, seit 2019), Laura Dittli (Sicherheitsdirektorin, seit 2023) und Andreas Hausheer (Gesundheitsdirektor, seit 2025) an. Die FDP stellt mit Andreas Hostettler (Landammann und Direktor des Innern, seit 2019) und Florian Weber (Baudirektor, seit 2019) zwei Kandidaten. Die SVP-Vertreter weisen die längsten Amtszeiten auf: Stephan Schleiss (Direktor für Bildung und Kultur) ist seit 2011 dabei, Heinz Tännler (Finanzdirektor) zog 2007 in den Regierungsrat ein. Sie alle wollen die Zuger Politik auch in der Legislatur 2027 bis 2030 prägen.

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