Holcim setzt die Einkaufstour mit mehreren Übernahmen fort

Holcim hat die Einkaufstour mit mehreren Übernahmen fortgesetzt, die bisher noch nicht bekannt waren. So erwarb der Baustoffkonzern im Geschäft mit Zement und Zuschlagstoffen die Firmen AFC Recycling und Cem'In'Eu Group in Frankreich.

Hinzu wurden zwei weitere Übernahmen im Transportbeton-Geschäft abgeschlossen, wie Holcim am Freitag bekannt gab: 3B und das Transportbeton-Geschäft von BHR in Frankreich.
Insgesamt hat der Innerschweizer Konzern damit seit Jahresbeginn 11 Transaktionen abgeschlossen. Darunter sind 10 Übernahmen und eine Veräusserung. Die wichtigsten Zukäufe waren Cementos Pacasmayo in Peru und die deutsche Xella. Hinzu kamen im Transportbeton-Geschäft die Firmen Jacobs NV in Belgien, Josef Klösters Kies & Beton GmbH in Deutschland sowie die Stevenson Group in Neuseeland.
Ausserdem schloss Holcim die Veräusserung seiner Geschäftstätigkeiten im Libanon, einschliesslich der Geschäfte in Zypern, ab und unterzeichnete eine Vereinbarung zur Veräusserung seines Geschäfts auf den Philippinen.
Wie bereits bekannt, unterzeichnete Holcim im August den Kaufvertrag für das deutsche Unternehmen Fermacell, das Platten für Wände, Böden und den Brandschutz herstellt. Der Kaufpreis beträgt 840 Millionen Euro. Die Transaktion soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen werden.
Mit Fermacell baut Holcim sein Geschäft mit Produkten für den Gebäudebau aus. Dieses soll bis 2030 auf rund die Hälfte des Konzernumsatzes wachsen und damit gegenüber dem traditionellen Geschäft mit Baustoffen wie Zement oder Beton an Gewicht gewinnen. Das Geschäft von Fermacell ergänzt die Marken Ytong, Silka, Hebel und Multipor, die Holcim mit dem im Juni abgeschlossenen Kauf des deutschen Unternehmens Xella erworben hatte.
Im laufenden Jahr 2026 rechnet Fermacell mit einem Umsatz von rund 430 Millionen Euro. Holcim erwartet, dass sich die Übernahme bereits im ersten Jahr positiv auf den Gewinn pro Aktie (EPS) auswirken wird. Im nächsten Jahr peilt Fermacell rechnerisch einen Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) von rund 90 Millionen Euro an. Zudem soll die Übernahme Holcim Synergien von jährlich etwa 22 Millionen Euro ab dem dritten Jahr bescheren.





