Stadt Luzern schiebt Buvette-Projekt an der Bahnhofstrasse auf

Die Stadt Luzern verzichtet vorerst auf die bisher geplante Buvette an der Bahnhofstrasse. Erst nach Abschluss der Neugestaltung der Strasse und einer Übergangsfrist von zwei Jahren will die Stadt den Bedarf danach erneut prüfen.

Dabei gelte es besonders neue Parterrenutzungen in der Bahnhofstrasse durch Private abzuwarten, wie es in einer Mitteilung der Stadt vom Freitag hiess. Sollte eine Buvette weiterhin wünschenswert sein, ist eine Fläche auf Höhe der Seidenhofstrasse dafür vorgesehen.
Bald realisieren will die Stadt gemäss der Mitteilung aber eine neue öffentliche WC-Anlage mit drei Modulen. Der Bau kostet rund 600'000 Franken und soll im kommenden Sommer starten. Damit werde die Voraussetzung für ein neues Gastronomieangebot auf der Strasse geschaffen. Für eine entsprechende Betriebsbewilligung braucht es Gäste-WCs. Zudem seien die nächsten öffentlichen WC-Anlagen «relativ weit weg» von der Bahnhofstrasse, hiess es in der Mitteilung weiter. Insbesondere an Markttagen und bei Veranstaltungen bestehe «grosser Bedarf» an sanitären Anlagen.
Die Bauarbeiten an der Bahnhofstrasse begannen im Oktober 2024. In sechs Bauphasen wird das Gebiet zu einer weitgehend autofreien Begegnungszone mit Tempo 20 umgestaltet. Die Bahnhofstrasse erhält eine zweite Baumreihe und wird behindertengerecht, indem die ganze Fläche neu auf einem Niveau liegt. Auch der angrenzende Theaterplatz und Seitenstrassen sollen attraktiver werden. Derzeit laufen gemäss Projektwebsite der Stadt parallel die vierte und fünfte Bauphase.
Das Projekt geht auf die Annahme einer SP-Initiative 2013 durch das Stimmvolk zurück. Die Kosten für das Gesamtprojekt betragen brutto rund 8,5 Millionen Franken. Der Bund beteiligt sich mit 2,1 Millionen Franken.





