Obwalden

Titlisbahnen erzielten tieferen Gewinn im ersten Halbjahr

Keystone-SDA Regional
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Obwalden,

Die Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis haben im ersten Halbjahr 2025/26 deutlich weniger verdient. Nach einem Rekordstart in die Wintersaison schlugen sich der Nahostkonflikt sowie ein tragischer Gondelunfall und ein Felssturz in tieferen Gästezahlen nieder.

Die Schwebebahn Titlis Rotair ist auf der Fahrt zwischen der Talstation auf dem Stand und der Bergstation Titlis oberhalb von Engelberg im Kanton Obwalden. (Archivbild)
Die Schwebebahn Titlis Rotair ist auf der Fahrt zwischen der Talstation auf dem Stand und der Bergstation Titlis oberhalb von Engelberg im Kanton Obwalden. (Archivbild) - KEYSTONE/URS FLUEELER

Von Anfang November 2025 bis Ende April 2026 besuchten 631'041 Gäste den Titlis, wie die Bergbahnbetreiberin am Mittwoch mitteilte. Damit ging die Zahl der Ersteintritte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,2 Prozent zurück. Besonders ab Ende Februar schwächte sich die Nachfrage aus Asien infolge der Einschränkungen im internationalen Flugverkehr deutlich ab.

Trotz der tieferen Frequenzen steigerte die Gesellschaft den Betriebsertrag um 1,1 Prozent auf 43,2 Millionen Franken. Der Verkehrsertrag als wichtigste Einnahmequelle legte um 1,2 Prozent auf 28,0 Millionen Franken zu. Unter dem Strich halbierte sich der Reingewinn gegenüber dem Vorjahr nahezu auf 1,68 Millionen Franken.

Neben den geopolitischen Belastungen hätten sich auch zwei ausserordentliche Ereignisse negativ auf die Besucherentwicklung ausgewirkt, teilte die Gesellschaft mit.

Nach dem tödlichen Gondelunglück vom 18. März sowie einem Felssturz am 17. April sei ein kurzfristiger Nachfragerückgang registriert worden. Beim Felssturz seien allerdings keine Personen zu Schaden gekommen, und die Bahninfrastruktur sei unbeschädigt geblieben.

Parallel zum laufenden Geschäft treibt die Gesellschaft das Grossprojekt am Titlis weiter voran. Im Berichtszeitraum investierte sie insgesamt 27,7 Millionen Franken.

Als wichtiger Meilenstein wurde Anfang Juni der vom Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene Aussichtsturm für Besucher eröffnet. Die Fertigstellung der neuen Bergstation ist weiterhin für 2029 vorgesehen.

Im zweiten Halbjahr wird die Pendelbahn einer Gesamtrevision unterzogen. Während der Arbeiten von August bis Dezember erfolge der Personentransport über eine Ersatzverbindung und der Gipfel bleibe durchgehend erreichbar, heisst es.

Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich das Unternehmen vorsichtig. Aus der Schweiz und Europa wird weiterhin mit einer stabilen Nachfrage gerechnet. Das Geschäft mit internationalen Reisegruppen – insbesondere aus Indien – dürfte hingegen vorerst gedämpft bleiben. Mit einer nachhaltigen Erholung rechnet die Gesellschaft erst bei einer deutlichen Entspannung der geopolitischen Lage.

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