Isenthal UR: Künstlerin bringt ihre Aquarelle zurück ins Heimattal

Uri,
Erika Gander-Zurfluh stellt am Handwerksmarkt in Isenthal UR ihre Aquarellmalereien aus. Die gebürtige Isenthalerin ist seit 40 Jahren freischaffend tätig.

Erika Gander-Zurfluh ist seit 40 Jahren freischaffende Künstlerin. Die gebürtige Isenthalerin bringt ihre Aquarellmalereien an den Isenthaler Handwerksmarkt. In jenes Tal, wo sie aufgewachsen ist.
Um Beobachtungen und Erinnerung wachzurufen, genügt ein bestimmtes Licht über dem Gitschen, Blumenduft oder der knorrige Stamm einer Buche. Erika Gander-Zurfluh verwandelt Eindrücke in stimmungsvoll gemalte Erzählungen. Die in Sisikon lebende Künstlerin ist seit 40 Jahren freischaffend.
Ihre Verbundenheit mit der Natur, mit der Berglandschaft prägt ihr künstlerisches Schaffen. Landschaften und Naturerlebnisse hält sie auf persönliche Weise fest. Ihr geht es darum, den Augenblick oder eine Verbundenheit wahrnehmbar und sichtbar zu machen.
Bilder am Handwerksmarkt
Am Sonntag, 27. September kann man Erika Gander-Zurfluh am Stand fragen, wie sie zum Aquarellmalen gekommen ist, eine Leidenschaft seit ihrer Kindheit. Herkunft und Kunst muss zwar nicht zwingend einen Zusammenhang haben. Doch wer ihre ausgestellten Werke betrachtet, erkennt unschwer die Beziehung zur Oberalp, wo sie viele Sommer verbrachte.
Berge, Wälder und Alpwiesen sind vertraute Motive, sie kennt sie seit früh – im wechselnden Licht der Sonne und der Jahreszeiten. Dass Natur die erste Inspirationsquelle ist, zeigte Erika Gander im Frühjahr 2025 mit der Ausstellung in der Alten Kirche Flüelen. Vier Jahrzehnte künstlerisches Arbeiten bedeutet für sie Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung.
Derzeit zeigt sie eine Bildauswahl im Wasserschloss A Pro Seedorf. Auch da wird der nach innen gerichteten Weg der Malerin spürbar.
Natur mit Bild und Musik verbinden Erika Ganders Gestaltungskraft beschränkt sich nicht ausschliesslich auf Malerei. Sie liebt Musik. Sie komponierte die Melodie zum Jodellied «Alpärosä», das 2019 vom Jodelchörli Isenthal bei der Alpsegnung Gitschenen uraufgeführt wurde. Der Text stammt vom Mundartpoeten Ruedi Geisser.
Bild und Musik sind zwar unterschiedliche Ausdrucksformen. Doch gemeinsam ist ihnen die Fähigkeit, Stimmungen zu vermitteln, Erinnerungen auszulösen.
Dies erklärt die Beziehung Ganders zur Heimat und Landschaft. Der Handwerksmarkt bietet den passenden Rahmen. Menschen sind im Zentrum, die mit Händen schaffen.
Ob Holz, Textilien, Metall, Lebensmittel oder Kunst: Hinter den Kreationen stehen Persönlichkeiten – mit Können, Erfahrung und einer Geschichte. Ganders Werkzeuge sind Pinsel und Leinwand. Aquarell erlaubt es, Farben, Licht und Formen zu verändern und neu abzustimmen.
Ein Bild wächst heraus, es entsteht nicht in einem einzigen Augenblick.
Am 27. September lohnt sich ein Gespräch mit ihr. Und mit andern. Wie trocknet man Kräuter, wie führt man das Schnitzeisen oder warum schmecken Alpkäse alle so verschieden.
Der Handwerksmarkt ist Begegnung mit Menschen, die Leidenschaft in sich tragen. Infobox Bei schlechtem Wetter Turnhalle. Parkmöglichkeiten sehr beschränkt. Busanreise ab Altdorf Bahnhof im Stundentakt.






