Bohrkopf getauft: Bauphase für Regenwasserleitung startet

In Risch Rotkreuz wurde der Bohrkopf «Simone» getauft, damit beginnt die unterirdische Bauphase der neuen Regenwasserleitung zur Entlastung des Sijentalgebiets.

Die Bauarbeiten an der Vorflutleitung Holzhäusern-Sijentalbachstollen laufen planmässig, berichtet die Gemeinde Risch Rotkreuz. Anfang April startet mit den unterirdischen Bohrarbeiten für die neue Regenwasserleitung eine wichtige Bauetappe. Dafür wurde am 31. März 2026 traditionell der Bohrkopf gesegnet und auf den Namen «Simone» getauft.
Beim Bau der neuen Regenwasser-Verbindungsleitung in Holzhäusern starten Anfang April die unterirdischen Vortriebsarbeiten. Dies erfolgt im sogenannten «Microtunneling»-Verfahren, einer grabenlosen Bauweise, die eine unterirdische Leitungsverlegung ohne grössere Eingriffe an der Oberfläche ermöglicht. Dabei kommt ein Bohrkopf mit einem Durchmesser von 2 Metern in einer Tiefe von acht bis zehn Metern zum Einsatz.
Bohrkopf «Simone» feierlich getauft
Der Tradition im Tunnelbau folgend wurde der Bohrkopf am 31. März 2026 gesegnet und auf den Namen «Simone» getauft. Die Patenschaft für den Bohrkopf übernimmt Gemeinderätin Simone Wigger, Vorsteherin des Ressorts Soziales/Gesundheit.
Sie steht symbolisch für die heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute und Tunnelbauer. Simone Wigger: «Ich wünsche dem Bauprojekt sowie den beteiligten Arbeiterinnen und Arbeitern einen sicheren und erfolgreichen Verlauf. Dass man die heilige Barbara um Schutz beim Tunnelbau bittet, finde ich eine schöne Tradition und es ist mir eine Ehre, Taufpatin zu sein.»
Entlastung der Regenwasserableitung
An der Zeremonie anwesend war auch Patrick Wahl, Bauvorsteher der Gemeinde Risch. Er freut sich, dass nun mit der neuen Bauphase gestartet werden kann und das Projekt planmässig unterwegs ist.
«Die neue Vorflutleitung verbindet das Gebiet Holzhäusern mit dem bestehenden Sijentalbachstollen und schafft zusätzliche Kapazitäten für die Ableitung von Regenwasser. Damit wird das Entwässerungssystem im Gebiet Rotkreuz Nord entlastet und besser auf zukünftige Anforderungen vorbereitet.
Ein zentrales Ziel ist die Verbesserung der Regenwasserableitung bei starken Niederschlägen sowie die konsequente Trennung von Schmutz- und Regenwasser, wodurch die regionale Abwasserinfrastruktur langfristig entlastet wird.»
Bauarbeiten dauern bis Herbst 2027
Die Bauarbeiten für das Gesamtprojekt laufen seit Ende 2025 und werden voraussichtlich bis Herbst 2027 dauern. Während der Bauphase kann es im Umfeld der Baustellen zeitweise zu zusätzlichem Baustellenverkehr sowie zu lokalen Einschränkungen kommen.






