Ebikon LU: Gemeinde investiert bis 2045 232 Millionen Franken

Die Gemeinde Ebikon LU hat eine Strategie für ihre Areale erarbeitet. Mehr als die Hälfte der Investitionen soll sie über eigene Liegenschaften erwirtschaften.

Die Gemeinde Ebikon hat eine Strategie für ihre Liegenschaften und Areale erarbeitet. Sie zeigt, wie die Gemeinde ihre Areale entwickeln und anstehende Investitionen finanzieren kann. Der Einwohnerrat nimmt sie am 19. Januar 2027 zur Kenntnis.
Ebikon wächst. Die Gemeinde braucht deshalb zusätzlichen Raum für ihre Aufgaben, etwa für Schulen, Tagesstrukturen, Angebote im Alter sowie für Werkhof und Feuerwehr. Gleichzeitig müssen mehrere Liegenschaften saniert werden.
Areale entwickeln, Investitionen ermöglichen
Bis 2045 muss die Gemeinde voraussichtlich rund 232 Millionen Franken investieren. Das Geld fliesst unter anderem in Schulhäuser, Strassen, Wasser und Abwasser sowie in Ersatzbauten.
Mehr als die Hälfte dieses Geldes kann die Gemeinde mit ihren eigenen Arealen erwirtschaften. Bis 2045 rechnet sie mit Einnahmen von rund 140 Millionen Franken aus Verkäufen und Baurechtszinsen. Dabei handelt es sich um eine Schätzung nach heutigem Stand.
Mit der Strategie sinkt zudem die Verschuldung pro Kopf bis 2045 auf rund 2'400 Franken. Ohne Strategie würde sie bis 2034 auf gut 8'000 Franken steigen. «Die Strategie gibt uns den nötigen Überblick», erklärt Hans Peter Bienz, Gemeinderat Planung & Bau.
Boden bleibt grösstenteils in Gemeindehand
Für jedes Areal hat die Gemeinde geprüft, ob sie es behält und selbst entwickelt, im Baurecht abgibt oder verkauft. Die Strategie sieht vor, dass rund 77 Prozent der Arealflächen im Eigentum der Gemeinde bleiben. Einen Teil davon gibt sie im Baurecht ab.
Das Land gehört weiterhin der Gemeinde, andere dürfen darauf bauen und zahlen jährlich einen Zins. Rund 23 Prozent der Flächen sollen gezielt verkauft werden. Liegenschaften mit grossem öffentlichem Interesse sind davon ausgenommen.
«Der Gemeinderat geht mit dem Verkauf von Gemeindeland sehr sorgfältig und zurückhaltend um», sagt Hans Peter Bienz. «Dabei orientiert er sich am Grundsatz: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.» Ein Verkauf erfolgt deshalb nicht automatisch.
Der Gemeinderat überprüft die Strategie periodisch und passt sie an neue Entwicklungen an. Entwickeln sich die Finanzen besser als erwartet, kann ein Areal auch im Eigentum der Gemeinde bleiben.
Einwohnerrat nimmt Kenntnis
Der Einwohnerrat nimmt die Strategie an seiner Sitzung vom 19. Januar 2027 zur Kenntnis. Mit der Strategie beantragt der Gemeinderat keinen Kredit. Sie dient als Grundlage für künftige Entscheide.
Die Strategie sowie der Bericht und Antrag sind aufgeschaltet.








