Entwicklungsschwerpunkt Rothenburg-Station wächst

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Emmen,

Ein neues Regelwerk sichert die Zukunft des Gebiets Rothenburg-Station. Die Gemeinde Emmen und Partner setzen auf nachhaltiges Wachstum ohne Mehrverkehr.

Emmen Luzern Emmenbrücke
Ausblick auf die Gemeinde Emmen LU. - Keystone

Das Gebiet rund um Rothenburg-Station soll weiter wachsen, aber ohne das Verkehrssystem zu überlasten, berichtet die Gemeinde Emmen. Ein neues Regelwerk, an dem auch die Gemeinde Emmen mitgewirkt hat, zeigt, wie das gelingen kann. Am 30. April 2026 wurde der aktuelle Stand an einer Infoveranstaltung präsentiert.

Der Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Rothenburg-Station zählt zu den bedeutendsten Arbeitsplatzgebieten der Region Luzern und verfügt über eine hervorragende verkehrliche Erschliessung durch Bahn und Strasse.

Das Gebiet steht unter hohem Entwicklungsdruck, während die Verkehrsinfrastruktur bereits heute stark ausgelastet ist. Die zentrale Herausforderung besteht darin, die Weiterentwicklung des Standorts zu ermöglichen, ohne das Verkehrssystem zusätzlich zu belasten.

Breite Zusammenarbeit als Fundament

Ausgangspunkt der aktuellen Arbeiten bildet das Gesamtkonzept Siedlung und Verkehr aus dem Jahr 2024. Darauf aufbauend wurde seit 2024 in einem mehrstufigen, partnerschaftlichen Prozess ein Regelwerk erarbeitet.

In diesen Prozess waren die Gemeinden Rothenburg und Emmen, der Kanton Luzern, das Astra, Luzern Plus sowie die Wirtschaftsförderung Luzern und der VVL eingebunden.

Vertiefte Fachstudien – unter anderem zum öffentlichen Verkehr, zur Abstimmung von Verkehr und Nutzung sowie zum Wohnen im Bahnhofsgebiet – bildeten die Grundlage für die inhaltliche Ausarbeitung. Begleitet wurde der Prozess durch ein Planerteam unter der Leitung von Luzern Plus und in enger Zusammenarbeit der beteiligten Partner.

Verbindliche Leitplanken und mehr Planungssicherheit

Das Regelwerk überführt die strategischen Inhalte des Gesamtkonzepts in verbindliche Vorgaben. Damit schafft es klare und abgestimmte Regeln für die zukünftige Entwicklung und erhöht die Planungssicherheit für Grundeigentümer/-innen und Investoren. Im Zonenplan und dem Bau- und Zonenreglement der Gemeinden werden die Grundzüge des Regelwerks festgelegt.

Im Zentrum steht die konsequente Abstimmung von Siedlungs- und Verkehrsentwicklung. Der ESP soll als Arbeitsplatzstandort gestärkt werden, gleichzeitig wird die Entwicklung stärker auf eine nachhaltige Mobilität ausgerichtet. Vorgesehen sind insbesondere eine Reduktion des Wachstums des motorisierten Individualverkehrs sowie die gezielte Förderung von öffentlichem Verkehr sowie dem Velo- und Fussverkehr.

Ergänzend definiert das Regelwerk klare Vorgaben zur Nutzungsstruktur, zur räumlichen Entwicklung sowie zur Qualität von Siedlungs- und Freiräumen.

Übergang in den formellen Prozess

Im April 2026 wurde das Regelwerk zuhanden der kantonalen Vorprüfung verabschiedet. Damit wird der Übergang vom konzeptionellen in den formellen Prozess eingeleitet.

Die Infoveranstaltung vom 30. April 2026 in der Kulturhalle Konstanz in Rothenburg bot den Teilnehmenden einen Überblick über die erarbeiteten Inhalte und das weitere Vorgehen sowie Gelegenheit zum Austausch. Die Einbindung der relevanten Akteure ist ein zentraler Bestandteil für einen erfolgreichen Prozess.

In den nächsten Schritten folgt die kantonale Vorprüfung. Anschliessend sind die öffentliche Auflage, die Beschlussfassung durch die Delegiertenversammlung von Luzern Plus sowie die Genehmigung durch den Regierungsrat vorgesehen. Ziel ist es, das Regelwerk im Jahr 2027 rechtskräftig festzusetzen und damit die Grundlagen und Planungssicherheit für die weitere Entwicklung des ESP Rothenburg-Station zu schaffen.

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