Die Nördliche Strauchzirpe ist jetzt auch eine Horwerin

Die Nördliche Strauchzirpe ist neu auch in Horw heimisch. Experten fanden beim Artenschutz-Monitoring zudem hochgradig gefährdete Libellen und Waldschnepfen.

In Horw leben Arten, die in der Schweiz bisher noch nie entdeckt wurden. Darunter auch besondere Tiere, berichtet die Gemeinde Horw. Am «Tag der Artenvielfalt» im vergangenen Juni waren in Horw zahlreiche Forschende unterwegs, um Pflanzen, Tiere und Pilze in der Gemeinde zu suchen und zu bestimmen.
Dabei konnten sie zwei Arten erstmals überhaupt in der Schweiz nachweisen: «Gloiocephala caricis», ein Pilz aus der Familie der rindenschwammverwandten «Physalacriaceae» und die «Fieberella septentrionalis», also die «Nördliche Strauchzirpe», eine Zikade aus der Familie «Cicadellidae».
Insgesamt entdeckten die Fachleute über 500 Arten, die bisher noch nie in Horw dokumentiert worden sind. Darunter auch besondere Tiere, wie die stark bedrohte Helm-Azurjungfer, eine Libellenart, die in einem Bächlein auf dem Horwer Teil der Allmend lebt. Oder die Waldschnepfe, ein scheuer, taubengrosser Vogel.
Naturschutzgebiete fördern die Artenvielfalt
Die Ergebnisse zeigen: Naturnahe Flächen und geschützte Lebensräume sind wichtig, damit seltene Tiere und Pflanzen bei uns überleben können. In Horw tragen das Naturschutzgebiet Steinibachried, die Mergelgrube Grisigen und die renaturierte Allmend zur Artenvielfalt bei.
Wenn solche Lebensräume vorhanden sind, kommen auch seltene und gefährdete Arten vor, wie die in Horw gefundene Köcherfliegenart «Wormaldia mediana». Sie ist landesweit vom Aussterben bedroht.
In der Schweiz gab es bisher nur drei Nachweise: Im Simplongebiet, im südlichsten Tessin und im Puschlav – und jetzt eben in Horw. Das zeigt, dass Horw eine grosse Verantwortung für den Schutz der Biodiversität hat.





