Betreuungsgutscheine: SP Luzern fordert Planungssicherheit

Zum 1. August 2026 soll im Kanton Luzern ein neues System von Betreuungsgutscheinen in Kraft treten. Die SP Luzern fordert dafür mehr Planungssicherheit.

SP-Kantonsrat Urban Sager hat eine dringliche Anfrage zur Umsetzung des neuen Kinderbetreuungsgesetzes (KibeG) eingereicht.
Hintergrund sind grosse Unsicherheiten bei Gemeinden, Eltern und Kitas bezüglich der für den 1. August 2026 geplanten kantonsweiten Einführung von Betreuungsgutscheinen.
Zentrale Informationen fehlen bislang
Ab dem 1. August 2026 soll im gesamten Kanton Luzern ein neues System von Betreuungsgutscheinen in Kraft treten.
Der Regierungsrat hat sich bei der Einführung des Gesetzes erfreulicherweise ein ambitioniertes Ziel gesteckt. Aktuell berichten Gemeinden und Betreuungseinrichtungen aber von einer mangelhaften Informationslage seitens des Kantons.
Zentrale Informationen zur Berechnung der Gutscheine, zu den neuen Tarifen sowie Details zum geplanten digitalen Abwicklungstool fehlen bislang und die Dienststelle Soziales und Gesellschaft plant erst am 21. April eine Informationsveranstaltung.
Das führt zunehmend zu Unsicherheiten, ob eine Einführung der neuen Betreuungsgutscheine im ganzen Kanton auf den 1. August überhaupt realistisch ist.
Fehlende Planungssicherheit für Gemeinden und Eltern
Die Gemeinden stehen vor der Herausforderung, bestehende Systeme fristgerecht kündigen zu müssen, ohne das neue kantonale Tool und dessen Anforderungen genau zu kennen.
Gleichzeitig benötigen Eltern verbindliche Auskünfte über ihren Anspruch und die Höhe der künftigen Unterstützung, um ihre Kinderbetreuung planen zu können. Und die Kitas wiederum müssen den Bedarf ab Sommer für ihre Personalplanung wissen, wobei dieser wiederum bei vielen Eltern auch von den Unterstützungsleistungen seitens Kanton abhängt.
«Die Gemeinden, Kitas und Eltern brauchen aufgrund der unmittelbar bevorstehenden Fristen und für die notwendige Planungssicherheit rasche Antworten. Ohne eine zeitnahe Klärung drohen Verzögerungen, Zusatzkosten und insbesondere ein Vertrauensverlust in das neue Unterstützungsmodell, das von der Bevölkerung klar befürwortet wurde», sagt Urban Sager, SP-Kantonsrat aus Luzern.
Existiert ein «Plan B»?
In der dringlichen Anfrage werden dem Regierungsrat detaillierte Fragen zum Zeitplan, zu den geplanten Schulungen für das neue Tool und zur Kommunikation gegenüber den Eltern gestellt.
Zudem geht es auch um die Frage nach personellen Ressourcen in den Gemeinden sowie die Existenz eines «Plan B», sollte das neue Informatiksystem nicht rechtzeitig bis zum Sommer 2026 einsatzbereit sein.
«Die Gemeinden, Kitas und Eltern brauchen aufgrund der unmittelbar bevorstehenden Fristen und für die notwendige Planungssicherheit rasche Antworten. Ohne eine zeitnahe Klärung drohen Verzögerungen, Zusatzkosten und insbesondere ein Vertrauensverlust in das neue Unterstützungsmodell, das von der Bevölkerung klar befürwortet wurde.»




