Bau von Oberseetaler Abwasserleitung wird deutlich teurer

Der Bau der Abwasserleitung der vier Oberseetaler Gemeinden Inwil, Eschenbach, Ballwil und Rain LU von Inwil nach Emmen wird deutlich teurer als erwartet. Die Stimmberechtigten werden über Zusatzkredite von insgesamt rund 5,4 Millionen Franken befinden.

Die Urnenabstimmung findet in allen Gemeinden am 27. September statt, wie der Gemeindeverband Ara Oberseetal am Donnerstag in einer Mitteilung schrieb. Auf Inwil entfallen 1,1 Millionen Franken, auf Eschenbach 1,7 Millionen Franken, auf Ballwil 1,2 Millionen Franken und auf Rain 1,4 Millionen Franken.
Trotz der höheren Kosten ist der Anschluss der Ara Oberseetal an die Ara Buholz aus wirtschaftlicher und betrieblicher Sicht nach wie vor die beste Lösung, wie der Verband weiter schrieb. Auch verbessere er den Gewässerschutz deutlich.
Der Baustart wäre eigentlich für 2023 geplant gewesen. Aufgrund der anspruchsvollen Baugrundverhältnisse, aufwändiger Bauverfahren, zusätzlicher Anforderungen und der Teuerung seit der Urnenabstimmung 2021 entstanden jedoch Mehrkosten.
Zum Zeitpunkt der Abstimmungen in den vier Verbandsgemeinden waren die Verantwortlichen von Kosten von rund 10,7 Millionen Franken ausgegangen. Für das «optimierte Bauprojekt» rechnen sie heute mit Baukosten von insgesamt rund 15,4 Millionen Franken, wie es weiter hiess.
Stimmen alle vier Gemeinden dem Zusatzkredit zu, soll der Bau der neuen Leitung im November starten. Die Inbetriebnahme ist für September 2028 geplant.
Das Projekt sieht vor, die fast 40 Jahre alte Ara Oberseetal in Inwil stillzulegen und ein Pumpwerk zu erstellen, welches das Abwasser durch eine neue Druckleitung zur Ara Buholz in der Gemeinde Emmen befördert. Der Bau des Pumpwerks soll im März 2027 beginnen.





