Fasnachtsaktivitäten: Auf offenes Feuer in Innenräumen verzichten

Kanton und Stadt Luzern optimieren die Sicherheitsmassnahmen für die Fasnacht 2026. Unter anderen gibt es neue Empfehlungen für Veranstalter und Lokalbetreiber.

Für eine sichere Fasnacht 2026 haben die Stadt Luzern, der Kanton Luzern, die Luzerner Polizei, die Feuerwehr Stadt Luzern und Vertretungen der Fasnachtsorganisationen gemeinsam die Erfahrungen der Fasnacht 2025 ausgewertet und Optimierungsmöglichkeiten festgehalten.
Die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Behörden und Fasnachtsorganisationen trägt dazu bei, dass mittlerweile eine grosse Akzeptanz bei den Fasnächtler betreffend der getroffenen Sicherheitsmassnahmen spürbar ist, wie die Stadt Luzern schreibt.
Die wichtigsten Sicherheitsmassnahmen für die Fasnacht 2026
Die Platzgestaltung wird in Zusammenarbeit mit den Interessengemeinschaften auf diversen Plätzen in der Luzerner Altstadt weiter optimiert.
Personenströme an neuralgischen Standorten werden mittels Kameras beobachtet und ausgewertet, bei neuralgischen Plätzen und Gassen werden Menschenmengen gemessen.
Bei der Tagwache am Schmutzigen Donnerstag sowie beim Rathaussteg, unter der Egg und bei der Reussbrücke ist eine Personenlenkung geplant.
Jeweils an der Winkelriedstrasse und am Löwengraben sind Sanitätsposten installiert. Zum ganzen Fasnachtsperimeter gelten Fahrzeugsperren. Schliesslich wird auch das Toilettenkonzept angepasst.
Parkverbotszonen für Fasnachtswagen
Zusammen mit den Interessensgemeinschaften der verschiedenen Plätze wurden die Anordnungen der Plätze definiert. Weiter wurden auch Parkverbotszonen für Fasnachtswagen festgelegt.
Die Parkverbotszonen befinden sich auf neuralgischen Plätzen wie der Reussbrücke oder dem Rathausquai und werden mit speziellen Plakaten signalisiert.
Mit diesen Parkverbotszonen wird der Personenfluss so gelenkt, dass Blaulichtorganisationen im Einsatzfall einfacher zufahren können.
Feuerwehr und Brandschutz
Die Feuerwehr der Stadt Luzern steht am Rand der Altstadt während der Hauptzeiten des Fasnachtstreibens mit Bereitschaftsgruppen und Einsatzfahrzeugen bereit. So ist auch bei vielen Besuchern ein rasches Reagieren jederzeit möglich.
Fusspatrouillen von Feuerwehr und Luzerner Polizei überwachen die Sicherheitsvorkehrungen und unterstützen bei Ereignissen.
Die Feuerpolizei der Stadt Luzern führt seit vielen Jahren vor und während der Fasnacht Kontrollen in Lokalen durch – insbesondere zu Dekorationen, Fluchtwegen, Notausgängen und Personenbelegungen. In diesem Jahr werden die Kontrollen durch zusätzliche Patrouillen verstärkt.
Festgestellte Mängel werden den verantwortlichen Betreibenden direkt vor Ort mitgeteilt und sind umgehend zu beheben. Bei Bedarf werden weitere Stellen wie Gastgewerbe und Gewerbepolizei, zusätzliche Polizeikräfte oder die Gebäudeversicherung beigezogen.
Empfehlung zu offenem Feuer in Innenräumen von Kanton und Stadt Luzern
Offenes Feuer in Innenräumen birgt grosse Risiken und gehört zu den Hauptbrandursachen.
Kanton und Stadt Luzern haben für die diesjährige Fasnacht deshalb eine gemeinsame Empfehlung abgegeben: Bei Fasnachtsaktivitäten in Innenräumen wird Veranstaltenden, Gastronomiebetrieben sowie Betreibenden von Lokalen und sonstigen Innenräumen empfohlen, auf jegliche Formen von offenem Feuer zu verzichten.
Dazu zählen insbesondere Kerzen, Wunderkerzen und Pyroartikel aller Art. Rechauds für die Zubereitung von Speisen sind von dieser Empfehlung ausgenommen, sofern Sicherheitsbrennpaste verwendet wird.
Umgang mit Feuerwerk und Pyrotechnik
Die Luzerner Polizei stellte an der Fasnacht 2025 vermehrt den Einsatz von Feuerwerk, pyrotechnischem Material und Böllern fest. Am Güdisdienstag wurden vier Polizeiangehörige verletzt, nachdem eine unbekannte Täterschaft unter der Egg Böller in der Menschenmenge gezündet und einen Böller direkt vor eine Polizeipatrouille geworfen hatte.
Feuerwerk, pyrotechnisches Material und Böller stellen bei einem Anlass wie der Fasnacht mit engem Perimeter und vielen Besuchenden ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Die Luzerner Polizei wird deshalb ein besonderes Augenmerk auf solche Aktionen richten und auch im Vorfeld der Fasnacht gezielt auf diese Gefahren hinweisen.
Gut informiert via WhatsApp-Kanal
Wie schon 2025 informiert der WhatsApp-Kanal «Sicherheit Fasnacht Stadt Luzern» während der «rüüdigen Tage» zeitnah über aktuelle Sperrungen oder Umleitungen im Fasnachtsperimeter.
Zusätzlich werden wissenswerte und allgemeine Informationen rund um den Fasnachtsbesuch in Luzern geteilt. Die Nutzung des Kanals ist gratis.
Der Zugangs-QR-Code ist auf der Webseite der Stadt Luzern hinterlegt.
Abfall vermeiden
Dem Thema Littering wird weiterhin besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Die erfolgreiche «Putztüüfeli»-Kampagne «Flaschen bleiben zu Hause» wird weitergeführt und soll dazu beitragen, dass möglichst wenig Glas an der Fasnacht verwendet wird. So werden die Verletzungsgefahr für die Besuchenden minimiert und die Aufräumarbeiten vereinfacht.
Auch die Abfallsperren an der Reuss werden wieder installiert und ausgewählte Brunnen zum Schutz eingehüllt.
Zusammenarbeit von Behörden und Fasnachtsorganisationen
Als grosser Mehrwert für die Massnahmen rund um die Durchführung und Sicherheit der Fasnacht 2026 kann die gute Zusammenarbeit der Behörden mit Vertretungen der Fasnachtsorganisationen benannt werden.
Vertretungen des Lozärner Fasnachtskomitees, der Vereinigten und der Vereinigten Interessengemeinschaft Lozärn (VIGL) waren bei der Konzeptionierung der Sicherheitsmassnahmen involviert und konnten Ideen, Wünsche und Erfahrungen in die Planung einbringen.
Diese erfolgreiche Zusammenarbeit ist vorbildlich und trägt dazu bei, dass die Fasnacht sicher und trotzdem ausgelassen und fröhlich stattfinden kann.





