Kanton Luzern: Stimmvolk entscheidet über 49,76 Millionen für A2-Überdeckung

Am 29. November 2026 entscheidet die Luzerner Stimmbevölkerung über einen Sonderkredit von 49,76 Millionen Franken für die Überdeckung der A2 in Kriens LU.

Am 29. November 2026 entscheidet die Luzerner Stimmbevölkerung über den kantonalen Beitrag in der Höhe von 49,76 Millionen Franken für die Überdeckung der Autobahn A2 im Raum Luzern-Süd. Die Autobahn A2 soll an zwei zusätzlichen Stellen überdeckt werden. Die neuen Siedlungsverbindungen Rösslimatt und Chäppeliallmend sollen Quartiere verbinden, den Lärmschutz und die Sicherheit verbessern sowie die Siedlungsentwicklung im Entwicklungsschwerpunkt Luzern-Süd fördern.
Die Autobahn A2 gilt als die wichtigste Strassenverbindung durch die Schweizer Alpen. Sie wird in der Region Luzern täglich von durchschnittlich 70'000 Fahrzeugen befahren. Zwischen dem Tunnel Sonnberg und dem Tunnel Schlund führt sie offen durch das Siedlungsgebiet der Stadt Kriens.
Die Autobahn trennt die Quartiere und belastet die Bevölkerung mit Lärm und Verkehr. Mit neuen Siedlungsverbindungen über die Autobahn soll die Trennwirkung wesentlich verringert, die Siedlungsentwicklung nach innen ermöglicht und der Lärmschutz verbessert werden. Das Projekt Überdeckung A2 wird unabhängig aber koordiniert mit dem Bundesprojekt «Gesamtsystem Bypass Luzern» realisiert, welches die allgemeinen Engpässe auf der A2/A14 im Grossraum Luzern beseitigen soll.
«Mit dem Bypass Luzern ergibt sich die Möglichkeit, die Autobahn besser im Gebiet Luzern-Süd zu integrieren. Wir sind überzeugt, dass wir diese Chance jetzt nutzen müssen», sagt Regierungsrat Fabian Peter, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements.
Der Raum Luzern-Süd ist ein wichtiger, gemeindeübergreifender Entwicklungsschwerpunkt im Kanton Luzern. In den nächsten 20 Jahren wird dieser weiterwachsen und zusätzlichen Wohn- und Arbeitsraum für 10'000 bis 15'000 Menschen bieten.
Überdeckungen verbinden Quartiere und schaffen Freiräume
Das Projekt Überdeckung A2 Luzern-Süd ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Bund, dem Kanton Luzern, dem Gemeindeverband LuzernPlus und der Stadt Kriens. Das Projekt besteht aus zwei wesentlichen Elementen: Eine 250 bis 300 Meter lange, begrünte Überdeckung im Bereich Rösslimatt, wo heute die Arsenalstrasse über die Autobahn führt, und einer Verlängerung des Tunnels Schlund im Bereich Chäppeliallmend um 130 bis 150 Meter. Die Überdeckungen sollen als öffentliche Freiräume und Begegnungsflächen wesentlich zur Entwicklung von Luzern-Süd beitragen.
Sie bieten wichtige Grünräume, neue Aufenthaltsorte und sorgen für einen Ausgleich zum dichtbesiedelten und stark verkehrlich genutzten Gebiet. Ergänzend zu den Siedlungsverbindungen sind Lärmschutzelemente, an die Autobahn angrenzende Hochbauten sowie begrünte Mauern und Aufschüttungen zur besseren Integration der Autobahn vorgesehen.
Bund, Kanton und Stadt finanzieren die Teilüberdeckungen gemeinsam. Die Gesamtkosten für die beiden Überdeckungen betragen rund 186,5 Mio. Franken. Das Bundesamt für Strassen (Astra) übernimmt mit 60 Prozent den grössten Anteil.
Der Kanton Luzern trägt 26 Prozent der Kosten und die Stadt Kriens beteiligt sich mit 14 Prozent. Das Bundesamt für Strassen (Astra) übernimmt die Bauherrschaft und die Verantwortung für die Projektierung und die Realisierung der Überdeckung A2 Luzern-Süd. Die Umsetzung erfolgt eng koordiniert mit dem Bypass Luzern.
Für den Kantonsanteil ist ein Sonderkredit von insgesamt 49,76 Millionen Franken nötig. Der Kantonsrat stimmte diesem am 11. Mai 2026 mit 114 zu 0 Stimmen zu. Die Luzerner Stimmbevölkerung entscheidet am 29. November 2026 über die Vorlage.
Die Krienser Stimmbevölkerung hat sich bereits am 27. September 2026 mit 78,7 Prozent Ja-Stimmen deutlich für die Teilüberdeckungen der Autobahn A2 ausgesprochen und den städtischen Beitrag an das Gesamtprojekt genehmigt.







