Luzern zieht positive Gleichstellungsbilanz

Ein Jahr nach Start der Fachstelle Gleichstellung zeigt Luzern Fortschritte: Viele Massnahmen laufen, Jahresthema 2026 beleuchtet Geschichte der Gleichstellung.

Wie die Stadt Luzern berichtet, gibt seit September 2023 es die städtische Fachstelle Gleichstellung. Ihre Aufgabe ist es, die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Frau und Mann sowie von homo- und bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen zu fördern.
Rund ein Jahr nach dem Start der Fachstelle legte der Luzerner Stadtrat dem Grossen Stadtrat eine Gleichstellungsstrategie mit zugehörigem Massnahmenplan vor. Sowohl die Strategie wie auch die Massnahmen sind auf einen Umsetzungszeitraum von vier Jahren angelegt.
Der Massnahmenplan definiert konkret die Förderungsmassnahmen der Gleichstellung, die durch verschiedene Dienstabteilungen innerhalb der Stadtverwaltung umgesetzt werden. Nun liegt der Stand der Umsetzung vor.
Gleichstellung auf gutem Weg
Stadtpräsident Beat Züsli zieht eine positive Zwischenbilanz zur Massnahmenumsetzung: «Die Stadtverwaltung ist auf Kurs, was die Umsetzung der Gleichstellungsstrategie und des Massnahmenplans angeht.» Es konnten Massnahmen in allen Schwerpunkten, die der Fachstelle als strategische Grundlage dienen, umgesetzt werden.
Öffentliche Zivilcourage-Kurse stärkten die Handlungsfähigkeit der Teilnehmenden und gaben ihnen konkrete Werkzeuge, wie sie als Beobachtende oder Betroffene auf Grenzverletzungen im öffentlichen Raum reagieren können. Das Thema «Vielfalt» konnte dank verschiedener Massnahmen an den Stadtluzerner Schulen systematisch verankert werden.
Die Bearbeitung des letztjährigen Jahresthemas «Männlichkeiten» trug dazu bei, die städtische Bevölkerung zu Gleichstellungsthemen zu sensibilisieren und fachliche Impulse zu setzen.
Durch den Prozess zur Erlangung des LGBTI-Labels wurden die städtischen Arbeitsbedingungen auf ihre Anschlussfähigkeit überprüft, insbesondere in Bezug auf die Bedürfnisse und Rechte von schwulen, lesbischen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Arbeitnehmenden. Die Verantwortlichen des Labels stellten der Stadt Luzern ein gutes Zeugnis aus.
Einzelne Massnahmen starten verzögert
Im Verlauf des Jahres 2025 wurde deutlich, dass ein Start sämtlicher 21 Massnahmen im selben Jahr nicht möglich ist.
Dies hing insbesondere damit zusammen, dass einzelne Antworten auf politische Vorstösse noch ausstehend waren und dass sich die Koordination mit externen Stellen teilweise verzögerte. Die noch offenen Massnahmen können nun im Jahr 2026 in Angriff genommen werden.
Jahresthema «Geschichte der Gleichstellung»
Die Bearbeitung eines passenden Jahresthemas durch die Fachstelle ist eine der 21 Massnahmen des Massnahmenplans. Das diesjährige Thema hält etwas für alle bereit: Die «Geschichte der Gleichstellung» rückt Ereignisse ins Scheinwerferlicht, die die Gleichstellung in der Stadt Luzern geprägt haben. Es wird spannende, überraschende und zum Nachdenken anregende Veranstaltungen geben.






