Arth SZ: Denkmaltage erzählen von Brand und Bergsturz

Am Samstag, 12. September 2026, führt die kantonale Denkmalpflege durch Arth SZ und Goldau. Zu sehen ist auch das Haus Baltisberg aus dem Jahr 1601.

Die gegenseitige Wechselwirkung von Tourismus und Baukultur ist Thema bei der Auftaktveranstaltung der Zentralschweizer Denkmaltage am Dienstag, 8. September 2026 im Stadtkino des Bourbaki Panorama in Luzern.
Grossflächige Zerstörungen in Arth und Goldau 1719 respektivee 1806
Die Schwyzer Denkmaltage richten den Blick am Samstag, 12. September 2026, auf Arth-Goldau. Sie erzählen die Geschichte zweier Dörfer, von grossflächiger Zerstörung und prägendem Wiederaufbau, die bis heute in der Landschaft und den Ortsbildern ablesbar ist. Gemeinsam mit dem Lokalhistoriker Erich Ketterer führt die kantonale Denkmalpflege durch Arth, dessen Dorfkern 1719 einem Brand zum Opfer fiel, und Goldau, das 1806 vollständig unter einem Bergsturz verschüttet und Jahrzehnte später als Bahnhofstadt wieder aufgebaut wurde.
Auch dieses Jahr hat die Pädagogische Hochschule Schwyz ein abenteuerliches Kinderprogramm zusammengestellt. Sie lädt neugierige Köpfe ab sechs Jahren zu einer Spurensuche in Goldau ein, bei der sie dem Bergsturz von der Herz-Jesu-Kirche zur Gedenktafel an Dr. Karl Zay bis zum Schuttwald auf der Spur sind.
Oberhalb von Arth steht das weitgehend bauzeitlich überlieferte Haus Baltisberg in einer Zone mit erheblicher Erdrutschgefahr. Der Blockbau von 1601, stark gezeichnet von jahrzehntelangem Leerstand, soll sorgfältig restauriert, in einen neuen Lebenszyklus überführt und als baukultureller Zeuge des spätmittelalterlichen Hausbaus erhalten werden. Anlässlich der Denkmaltage besteht die einmalige Chance, einen Einblick in die regionale Bauweise des Spätmittelalters und das aktuelle Restaurierungsprojekt zu erhalten. Es werden geführte Rundgänge angeboten.
Vor Ort sind keine Parkmöglichkeiten vorhanden, das Haus ist jedoch gut zu Fuss oder mit dem Fahrrad erreichbar.








