Gemeinde geht mit klaren Zielen in die Zukunft

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Region Zug,

Die Gemeinde Baar setzt sich 2026 insgesamt 198 Jahresziele. Schwerpunkte bilden Digitalisierung, Bauprojekte sowie gesellschaftliche und ökologische Themen.

Gemeindeverwaltung Baar.
Gemeindeverwaltung Baar. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind in aller Munde, schreibt die Gemeinde Baar. Auch die Gemeinde Baar verschliesst sich diesen Themen nicht. Im Gegenteil: Seit mehreren Jahren setzt sie sich Jahresziele, die die Digitalisierung in der Verwaltung und in den Schulen vorantreiben.

Das ist 2026 nicht anders, der Trend verstärkt sich gar. Zahlreiche der 198 für 2026 formulierten Jahresziele zeichnen diesen Weg vor. So sollen verschiedene Dienstleistungen für die Bevölkerung künftig vollständig digital erfolgen können, um Prozesse zu beschleunigen und die Servicequalität zu steigern.

Geplant sind beispielsweise eine elektronische Verarbeitung der Post, eine interaktive Bauordnung oder die digitale Bewirtschaftung von Dokumenten. Zudem soll im Verlauf des Jahres eine neue Gemeindewebsite aufgeschaltet werden.

Auch die Schulen Baar gehen konsequent diesen Weg: Lehr- und Fachpersonen werden darauf vorbereitet, Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz aufzubauen und diese gezielt an die Schülerinnen und Schüler weiterzugeben.

Investitionen für die Lebensqualität von morgen

Parallel zu den digitalen Vorhaben sollen verschiedene Investitionen und Projekte die Infrastruktur der Gemeinde stärken. Im August 2026 wird das Bauprojekt Sternmatt 1 abgeschlossen. Ein Jahr später folgt die zweite Etappe Schulhaus Wiesental.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden zudem an der Gemeindeversammlung vom 5. März über die erweiterte Umgebungsgestaltung Sternmatt 2 abstimmen. Im Juni wird ihnen die Ortsplanungsrevision an der Urne zur Genehmigung unterbreitet.

Vorangetrieben werden die Planungen für die Schulen Allenwinden und Inwil, das Areal Bahnmatt, das Schwimmbad Lättich sowie das gesamte Bahnhofareal in Abstimmung mit den Plänen der SBB.

Nachhaltigkeit als Leitlinie

Im Bereich Energie und Umwelt plant die Gemeinde, bis Ende 2026 mindestens 60 Prozent der Strassenleuchten auf energiesparende LED-Technologie umzustellen. Es ist vorgesehen, die Mitarbeitenden für Energie- und Klimathemen zu sensibilisieren und die Bewirtschaftung sowie Gestaltung öffentlicher Grünflächen voranzutreiben.

Die Umsetzung einer aktuellen Energieplanung steht ebenso auf der Agenda wie der Ausbau von E-Ladestationen und die Elektrifizierung des gemeindlichen Fuhrparks. Die Gemeinde plant zudem, die Immobilienstrategie zu optimieren und so eine fundierte Mehrjahres- und Investitionsplanung zu ermöglichen.

Erfolgsquote von 92 Prozent

In Baar wird nicht nur gebaut und digitalisiert: Auch gesellschaftliche Themen finden sich im Katalog der Jahresziele. Die Nachbarschaftshilfe soll gestärkt werden, Themen sind auch die Vereinsförderung, das Jubiläum «500 Jahre alt fry Baar», die Entwicklung der Quartiere oder eine Wohnungsplattform, um Seniorinnen und Senioren bei der Wohnungssuche zu unterstützen.

Mit 198 Zielen nimmt sich die Gemeinde rein arithmetisch weniger vor als im vergangenen Jahr. 2025 standen 208 Jahresziele im Katalog. Von diesen konnten 118 vollständig und 73 zumindest teilweise erledigt werden.

Das entspricht einem Anteil von knapp 92 Prozent. Die Ursachen, weshalb 17 Ziele nicht erfüllt werden konnten, unterscheiden sich. Teilweise wurden andere Prioritäten gesetzt oder es kam aus variierenden Gründen zu Verzögerungen.

Ambitionierte Ziele als Anspruch

Gemeindepräsident Walter Lipp ist mit der Leistung seiner Verwaltung zufrieden: «Wir setzen uns ambitionierte Ziele und wollen uns herausfordern», sagt er. «Da liegt es auf der Hand, dass ein Ziel auch einmal nicht oder erst später umgesetzt werden kann.»

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