Zweiter «Madame Frigo» im Herti-Quartier eröffnet

Drei Monate nach Inbetriebnahme des «Madame Frigo»-Kühlschrank am südlichen Ende der Neustadt Passag, ist im Herti-Quartier Zugs ein weiterer Frigo verfügbar.

Wie die Stadt Zug mitteilt, steht der neuste «Madame Frigo»-Kühlschrank beim Pfarreizentrum St. Johannes (Eingang Süd) und ist für Bernhard Lenfers, Gemeindeleiter der katholischen Pfarrei St.Johannes der Täufer, ein echter Gewinn: «Geben und Nehmen sind Merkmale eines lebendigen Quartiers; Tauschwirtschaft und gegenseitige Hilfe bedeutet Lebensqualität», sagt Bernhard Lenfers.
Und ergänzt: «So bin ich bin froh, dass wir Hand anbieten können, nicht gebrauchte Lebensmittel weiterzugeben.»
Auch Stadträtin Barbara Gysel, Vorsteherin Departement Soziales, Umwelt und Sicherheit zeigt sich erfreut über das Engagement der Pfarrei: «Es freut mich sehr, dass der zweite Kühlschrank der Bevölkerung fürs Teilen von Lebensmittel zur Verfügung steht.»
Eröffnung am 25. März
Die Eröffnung des Frigos im Herti-Quartier wird im Rahmen von «Zäme ässe» am Mittwoch, 25. März 2026 von 12 bis 13 Uhr im Pfarreizentrum gefeiert.
Jeweils einmal im Monat kochen Teams des Vereins FRW interkultureller Dialog ein Mittagessen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Das Essen kostet pro Person sieben Franken. Personen mit geringem Einkommen und Kinder von sechs bis zwölf Jahren bezahlen zwei Franken.
Die unverarbeiteten Lebensmittel werden nach dem Anlass in den «Madame Frigo» gestellt.
Positive Bilanz für Frigo an Neustadtpassage
Seit Januar 2026 ist der Standort am südlichen Ende der Neustadtpassage beim Stadtviadukt (gegenüber Mode Keller) in Betrieb. Die Stadt Zug zieht nach drei Monaten eine positive Bilanz. Der Frigo wird rege benutzt.
Die Mitarbeitenden des Werkhofs kontrollieren im Rahmen ihrer Touren den Platz regelmässig. Die Betreuung und der Betrieb der beiden Stadtzuger Kühlschränke obliegen dem Netzwerk von Freiwilligen des Vereins Madame Frigo.
«Mein herzlicher Dank geht an die Mitarbeitenden des Werkhofs und an die Freiwilligen des Vereins. Ohne ihr Zutun wäre der Betrieb nicht möglich», sagt Stadträtin Barbara Gysel.
Über 170 öffentliche Kühlschränke schweizweit
Die «Madame Frigo»-Kühlschränke sind für die gesamte Bevölkerung zugänglich. Wer also Nahrungsmittel mit anderen Personen teilen möchte, statt diese zu entsorgen, ist eingeladen, die gelben Kühlschränke zu benutzen.
Erlaubt sind Obst, Gemüse, Brot, verschlossene Produkte sowie alkoholfreie Getränke. Fleisch, Fisch, Alkohol oder selbstgekochte Produkte sind hingegen ausgeschlossen.
Die gelben Kühlschränke wirken dem Food Waste entgegen. Jährlich landen in der Schweiz rund 2,8 Millionen Tonnen geniessbarer Lebensmittel im Abfall – davon etwa 800'000 Tonnen aus privaten Haushalten.
Der Verein Madame Frigo setzt sich gegen diese Verschwendung ein: Über 170 öffentliche Kühlschränke schweizweit ermöglichen das kostenlose Teilen von Lebensmitteln.






