Luzern erwartet erneut deutlich besseren Abschluss

Der Kanton Luzern hat seine Prognose für den Jahresabschluss 2026 in seiner zweiten Hochrechnung erneut deutlich angehoben. Statt dem budgetierten Plus von 7,6 Millionen Franken wird nun ein Ertragsüberschuss von 423,5 Millionen Franken erwartet, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Die zweite Hochrechnung ist damit um nochmals 118,4 Millionen Franken höher als die erste Hochrechnung Mitte Juni, als mit einem Plus von 305,1 Millionen Franken gerechnet wurde. Hauptgrund für die erneute Verbesserung sei eine Aufwertung von Grundstücken um 74,5 Millionen Franken bei der Übertragung an die Immobilien Campus Luzern-Horw AG, wie es hiess.
Weitere «Sondereffekte» sind eine nicht budgetierte Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank von 128 Millionen Franken und eine Verschiebung von 101,1 Millionen Franken bei den Innovationsbeiträgen vom laufenden Jahr ins Jahr 2027.
Finanzdirektor warnt
Auch bei den Staatssteuern zeichnet sich laut Mitteilung ein Mehrertrag von 90,7 Millionen Franken ab. Das sind 44,2 Millionen Franken mehr als in der ersten Hochrechnung. Davon entfallen unter anderem 49 Millionen Franken auf die Grundstückgewinnsteuern und 51,2 Millionen Franken auf den Kantonsanteil der direkten Bundessteuer. Bei den juristischen Personen wird hingegen weiterhin ein Minderertrag von 7,8 Millionen Franken erwartet, wie es weiter hiess.
Finanzdirektor Reto Wyss (Mitte) warnt davor, das Ergebnis als nachhaltige Verbesserung zu verstehen. Die zweite Hochrechnung müsse «differenziert» beurteilt werden. «Über 300 Millionen Franken der Verbesserung stammen aus einmaligen Effekten und aus einer unsicheren SNB-Ausschüttung», wird der Rothenburger im Communiqué zitiert.
Die Jahresrechnung 2026 soll im März 2027 veröffentlicht werden.




